Lindenfels

Schlierburg

Ruine


Manfred, PIXELIO

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Darmstadt
LandkreisBergstraße
Ort64678 Lindenfels
Adresse:Burgstraße
Lage:am Südrand der Stadt in Gipfellage über dem Dorf Schlierbach
Lage in Google Maps:49.682329°, 8.776939°

Beschreibung


Die Burganlage besitzt eine zehneckige, fast kreisrunde Kernburg mit hoher Ringmauer, welche nach der Angriffsseite schildmauerartig verstärkt ist. Weiterhin blieben der hohe Giebel eines spätgotischen Wohnbaus, Teile der Burgkapelle sowie Fundamente und Keller erhalten. Der heute verschwunde Bergfried stand in der Mitte des Burghofes. Die Vorburg befindet sich an der SW-Seite der Anlage, von ihr blieben Teile der doppelten Mauer mit Ecktürmen erhalten.
Lindenfels ist die älteste weitgehend erhaltene Burg des Odenwaldes. In der Hofmitte erhob sich ursprünglich ein freistehender runder Bergfried.

Erhalten: Umfassungsmauern

Historie

um 1080durch Abt Winither vom Kloster Lorsch erbaut
um 1080 ("Slirburc")
1123 ("Lindenfels")
nach 1356nach dem die Pfalzgrafen die Kurwürde erhalten hatten, wird die Burganlage verstärkt
1503/04Lindenfels wird im bayrisch-{g-162-Pfälzischen_Erbfolgekrieg} von Landgraf Wilhelm II. von Hessen eingenommen, jedoch nicht zerstört
1504Herzog Eberhard II. von Württemberg stirbt auf der Burg
nach 1648die im Dreißigjährigen Krieg nicht zerstörte Burg verfällt allmählich
1. Hälfte 18. Jh.die Burg ist noch teilweise von kurpfälzischen Beamten bewohnt und beherbergt noch eine kleine Garnison
1781/89Abbruch der Burganlage, um Instandsetzungskosten zu sparen
ab 1880Durchführung erster Erhaltungsarbeiten
1912Durchführung von Grabungen
nach 1980laufende Sanierungsarbeiten

Besitzer

Grafen von Lindenfels
Pfalzgraf Ludwig II.1277
Wittelsbacher
Hessen–Darmstadt1802

Kapelle

rechteckiger Kapellenbau an der Südseite der Kernburg, davon Ostseite und anschließende Hofecke in Resten erhalten

Garten/Park

Heilpflanzengarten an der äußeren Burgmauer

Literatur

Literatur zum Objekt

Biller, Thomas:

Burgen und Schlösser im Odenwald,  Regensburg 2005

Cremer, Folkhard (Bearb.):

Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler,  München 2008

Horn, Michael /  Lange-Horn,  Christina:

Die schönsten Burgen und Schlösser im südlichen Hessen,  Gudensberg-Gleichen 1998

Knappe, Rudolf:

Mittelalterliche Burgen in Hessen,  Gudensberg-Gleichen 1995

Sattler, Peter und Marion:

Burgen und Schlösser im Odenwald 2004

Steinmetz, Thomas:

Burgen im Odenwald 1998

Literatur zu Objekten in der Umgebung

Buchmann, Hans:

Burgen und Schlösser an der Bergstraße.  Stuttgart 1986

Hamel, Karl Wilfried:

Auerbacher Schloss.  Bensheim-Auerbach 1997

Hinz, Elisabeth:

Neckarsteinach in Vergangenheit und Gegenwart. Heimat- und Verkehrsverein Neckarsteinach (Hrsg.).  Neckarsteinach 2005

Hinz, Elisabeth:

Nur Burgfried und Palas blieben übrig, in: Rhein-Neckar-Zeitung, 19. August 2012. 2012

Irschlinger, Dr. Robert:

Neckarsteinach.  o. J.

Kroker, Bettina:

Eine Gemäldegalerie unter freiem Himmer - Das Fürstenlager Bensheim-Auerbach. Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (Hrsg.), in: SehensWerte 7/2012 S.24ff.  Wiesbaden 2012

Spiegelberg, Ulrich:

Das Schloss Hirschhorn am Neckar. Staatliche Schlösser und Gärten Hessen (Hrsg.).  Regensburg 2008

Spiegelberg, Ulrich:

Zur Geschichte der Herren von Hirschhorn und Baugeschichte ihrer Burg Hirschhorn. Marburger Burgen-Arbeitskreis e.V. (Hrsg.), in: Marburger Correspondenzblatt zur Burgenforschung - Bd. 5, 2005/2006, S. 27ff.  Marburg 2006

Steinmetz, Thomas:

Zur Geschichte und Baugeschichte der Hinterburg in Neckarsteinach. Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.), in: Zeitschrift "Burgen und Schlösser" 1/2010, S. 17ff.  Braubach/Rhein 2010

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Galerie

Manfred, PIXELIO© Walter Schmunk, BreubergKupferstich von Matthäus Merian, 1645