alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Kassel
LandkreisWaldeck-Frankenberg
Ort35104 Lichtenfels-Fürstenberg
Adresse:Schloss Reckenberg 1
Lage:ca. 1500 m südlich vom Lichtenfelser Ortsteil Fürstenberg
Koordinaten:51.155520°, 8.831530°
Lage in Google MapsLage in OpenStreetMapLage in OpenTopoMap

Beschreibung

Die ursprüngliche Wasserburg, vom Kloster Corvey als Absicherung von dessen Besitzungen in der Gegend im frühen Mittelalter erbaut, wurde im 17. Jahrhundert mit Ausnahme der Keller und zweier Türme auf ihrer Westseite abgerissen und durch das barocke schloßartige Herrenhaus ersetzt, in das die Kellergewölbe und die beiden alten Türme als Ecktürme in umgebauter Form integriert wurden. Östlich schließt sich ein barockes Wirtschaftsgebäude mit 3 noch erhaltenen runden Ecktürmen, sowie ein kleiner Park an, außerdem ein paar weitere Wirtschaftsgebäude des 20. Jahrhunderts. #B#arockes Herrenhaus mit Kellern und zwei runden Ecktürmen auf der Westseite noch von der vorherigen Wasserburg, im späten 19. Jahrhundert in Details verändert (u.a. Zinnenkranz auf dem südwestlichen Rundturm). Zweiarmige Freitreppe auf der Ostseite zum Hof und Park hin, im nordöstlichen Eckturm Reste der ehemaligen Burgkapelle (bunte Fenster). Barockes Wirtschaftsgebäude mit 3 noch erhaltenen Ecktürmen, kleiner Park. Direkt westlich des Schlosses liegt auf der anderen Wegseite auf dem Hügel das verwilderte ehemalige Erbbegräbnis der Schloßeigner mit Gräbern der Eignerfamilie von Forcade de Biaix, der das Schloß von 1873 bis 1935 gehörte.
#I#dyllisch-einsam im waldreichen Orke-Tal ca. 1,5 km südlich vom Lichtenfelser Ortsteil Fürstenberg. Zufahrt Privatstraße (für allgemeinen Kfz.-Verkehr gesperrt), ein Wanderweg führt jedoch direkt am Schloß entlang, von dem aus die Anlage teilweise einsehbar ist (kein Zugang zur Anlage - privat).

Historische FunktionEine Wasserburg wurde im frühen Mittelalter durch das Kloster Corvey zur Sicherung ihrer Besitzungen in der Umgebung angelegt.


Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Kloster CorveyBau der ursprünglichen Wasserburg im frühen Mittelalterspäter als klösterliches Lehen an verschiedene Lehensnehmer bis zur Säkularisation 1803
Herren von Eppe1369 bis zu deren Aussterben 1785 als Lehenshalter
Herren von Ditfurth1785 als Lehenshalter bis 1811, dann als Eigentümer bis 1813
Johann Georg Wagenerehemaliger Gutsverwalter, Erwerb 1815 durch Kauf, in der Folge mehrere Eignerwechsel
Freiherr Ludwig von Elverfeld zu Canstein1861 Kauf
Friedrich von Forcade de BiaixRichter am Reichsgericht und Reichstagsabgeordneter, 1873 durch Kauf
Bergassessor Kratz aus Essen1935 durch Kauf nach Aussterben der Voreignerfamilie
Josef und Elvire Karlheim aus Duisburg1953 durch Kauf
Christian Heesen2003 durch Erbschaft

Historie

1350erwähnt
nach 1369als Lehen an die Herren von Eppe (seit 1214 in der Gegend von Medebach urkundlich belegt), die die Burg im Laufe der nächsten 400 Jahre weiter ausbauten
1671Abriss der bisherigen Wasserburg unter Generalmajor Philipp Elmerhaus von Eppe bis auf die Keller und die beiden westlichen Rundtürme und Ersatz durch das heutige Herrenhaus an gleicher Stelle unter Einbeziehung und Abänderung der beiden alten runden Ecktürme, außerdem barocke Wirtschaftsgebäude
1811Umwandlung des bisherigen Lehens in Allodbesitz, wodurch das Schloss samt Ländereien ins Eigentum des damaligen Lehenshalters Franz Dietrich von Ditfurth überging

Objekte im Umkreis von 10 Kilometern

NameOrtArtDistance (km)Bild
NameOrtArtDistance (km)Bild
HuhnstadtBreitenbach (Herzberg)-GehauHerrenhaus0.07
HuxhohlLichtenfels-Dalwigksthalverschwundene Wasserburg2.10
Lichtenfels 
Lechtenflins
Lichtenfels-DalwigksthalBurg2.25
Neu-Lichtenfels 
Haus Sand
Lichtenfels-DalwigksthalHerrenhaus2.44
Mückenburg 
Mückeburg
Vöhl-Kirchlotheimverschwundene Burg4.27
Keseburg 
Keseberg
Vöhl-EderbringhausenBurgrest4.73
SchaakenLichtenfels-ImmighausenRuine4.92
Burg über dem Backofen 
Burg am Backofen
Vöhl-Schmittlotheimverschwundene Burg5.44
HessensteinVöhl-EderbringhausenBurg5.53
NuhnLichtenfels-Sachsenbergverschwundene Burg5.78
ViermündenFrankenberg (Eder)-ViermündenSchloss5.99
Ehrenburg 
Geldloch
Vöhl-MarienhagenBurgrest7.17
Itterburgen 
Steuerburg
Löwensteiner Burgsitz
Vöhl-ThalitterRuine8.58
NordenbeckKorbach-Nordenbeckteilweise erhaltene Wasserburg9.46
VöhlVöhlSchlossrest9.63

Quellen und Literatur

  • Knappe,  Rudolf: Mittelalterliche Burgen in Hessen,  Gudensberg-Gleichen 1995