• Bild 1: © Stadt Runkel
    Bild 3: © Hans-Peter Löw

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Giessen
LandkreisLimburg-Weilburg
Ort65594 Runkel
Adresse:Schlossplatz 2
Lage:Ortsmitte, auf einem steilen Felsen über dem Stadtkern
Koordinaten:50.405758°, 8.156731°
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Lage im Burgenatlas

Beschreibung

Die Ruine der Kernburg erhebt sich in Spornlage auf der höchsten östlichen Stelle des Lahnfelsens. Westlich tiefer vorgelagert befindet sich die Unterburg mit den erhaltenen Wohngebäuden. Sie besteht aus drei Querflügeln mit zwei Höfen. Der äusere Hof wird vom viergeschossigen Mittelflügel, dem gotischen Palas mit spitzbogiger Durchfahrt dominiert. Daneben befinden sich das "Neue Kelterhaus" sowie der dreigeschossige Südflügel.

Der kleinere innere Hof wird durch den Nordflügel dominiert. Nördlich davon befindet sich die Ruine des viergeschossigen Palas mit Kellergewölben. Er besitzt an der nördlichen Schmalseite einen fünfeckigen Turm. An den Turm schließt sich eine Mantelmauer mit vorgebautem Zwinger an.

In der Mitte der Kernburg befindet sich der viergeschossige Bergfried aus Bruchsteinmauerwerk. Südlich des Bergfrieds befindet sich ein hofähnliches Plateau, welches durch eine starke Schildmauer und einen quadratischen Wehrturm begrenzt wird.


Erhalten: Umfassungsmauern der Hauptburg, Unterburg


Hier bin ich

Maße

Nordturm ca. 7,5 x 8,5 m
Südturm ca. 7,5 x 7,5 m

Beziehung zu anderen Objekten

Gegenburg Schadeck

Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Herren von RunkelErbauer
Heinrich von Runkel wird von seinem Vetter Siegfried IV. aus der Linie Westerburg aus der Stammburg vertrieben, Heinrich von Runkel lässt die Burg Schadeck erbauen, um seine Rechte durchzusetzenvor 1288
nach einem Vergleich behält Siegfried Runkel, während Heinrich die Burg Schadeck und die Westerburger Anteile erhält1288
Dietrich IV. von Runkel übernimmt die Herrschaft, er heiratet die Erbtochter des Hauses Isenburg–Wied und ist Begründer der Linie Wied–Runkel1427
Teilung der Grafschaft in die obere Grafschaft Wied–Runkel und die untere Wied–Isenburg1595
Kurtrier1693 Lehen
Herzogtum Nassau1806
Fürsten zu Wied–Neuwied1824

Historie

Mitte 12.Jh. im kaiserlichen Auftrag errichtet
1159 ("Siegfridus de Runkel")
vor 1404Errichtung der Schlossbauten durch Dietrich III. von Runkel
1634Kernburg im Dreisigjährigen Krieg zerstört (Kroaten)
1641Wiederaufbau der Gebäude der Unterburg durch Graf Christian Moritz
1701–1703Ergänzung des Schlossbaus aus dem 17. Jh., Bau des Südflügels anstelle eines 1634 zerstörten Baus

Objekte im Umkreis von 10 Kilometern

BildNamePLZOrtKreisArtDistance (km)
BildNamePLZOrtKreisArtDistance (km)
Schadeck65594Runkel-SchadeckLWteilweise erhaltene Burg0.27
Villmar65606VillmarLWBurgrest2.74
Villmar65606VillmarLWStadtbefestigung2.96
Eschenau65594Runkel-EschenauLWverschwundener Adelssitz3.77
Dehrn65594Runkel-DehrnLWSchloss4.61
Niederbrechen65611Brechen-NiederbrechenLWOrtsbefestigung4.64
Beselich 
Kloster zur allerheiligsten Jungfrau Maria und den Heiligen Aposteln Petrus und Paulus
65614BeselichLWRuine5.02
Niedertiefenbach65614Beselich-NiedertiefenbachLWKlosterruine5.02
Limburg65549Limburg an der LahnLWBurg6.60
Walderdorffer Hof (Limburg) 
Walderdorffer Hof
65549Limburg an der LahnLWAdelssitz6.81
Limburg65549Limburg an der LahnLWStadtbefestigung6.85
Gräveneck35796Weinbach-GräveneckLWRuine8.18
Ellar65620Waldbrunn-EllarLWBurgrest9.04
Elkerhausen35796Weinbach-ElkerhausenLWWasserburg9.06
Ardeck 
Aardeck
65558Holzheim bei DiezRLKRuine9.96

Quellen und Literatur

  • Knappe,  Rudolf: Mittelalterliche Burgen in Hessen,  Gudensberg-Gleichen 1995
  • Krupp,  Ingrid: Burgen und Schlösser in Nassau,  Frankfurt/Main 1987