Starnberg

Schloss



Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Oberbayern
LandkreisStarnberg
Ort82319 Starnberg
Adresse:Schlossbergstraße 12
Lage:auf einem langgestrecken Hügel über dem Ort
Lage in Google Maps:47.999219°, 11.339498°

Beschreibung


Schloss Starnberg, auf einem langgestreckten Hügel hoch über dem Ort gelegen, ist eine massige Vierflügelanlage um einen schmalen Innenhof. Der mächtige Torbau besitzt einen Segmentbogen und ein Torgewölbe. Die ehemalige Vorburg ist heute ein barocker Garten, der durch einen tiefen Abschnittsgraben, über den eine dreibogige Brücke führt, von der Hauptburg getrennt ist. An der s Schlossgartenmauer steht noch der alte Wasserturm.

Historie

11.Jh?durch Grafen von Andechs-Meranien erbaut
1244 (urkundliche Nennung der Burg ("Starnberch Castrum") als andechsischer Besitz in einer Fehde mit den Wittelsbachern)
um 1210Zerstörung der Burg durch Ludwig den Kelheimer nach dem Mord an König Philipp von Schwaben
ab 1446ständiger Sommersitz der wittelsbachisch-bairischen Herzöge
1541Abbruch der ma Burg unter Herzog Wilhelm IV.
1541–47Neubau eines Renaissance-Wohn- und Wehrbaus
1560Bau eines Sommerhauses mit Gartenanlagen anstelle der ma Vorburg
1643/46im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden zerstört
Mitte 17. Jh.Wiederaufbau unter Kurfürst Ferdinand Maria als kurfürstliches Jagd- und Lustschloss
17341734 Beschädigung bei einem Brand nach einem Blitzschlag, allmählicher Verfall der Anlage
1764Abbruch des Sommerhauses
Ende 18. Jh.Nutzung als kurfürstliches Rentamt
ab 1803Umwandlung zu einem Behördensitz (Rentamt
20. Jh.Nutzung als Finanzamt und Gericht
1968/69umfassende Sanierung, Entkernung und Umbau des Schlosses
1972Abbruch des Amtsgerichtsgebäudes
1979Sanierung der Schlossbrücke
2001Umbau des historischen Säulensaales zum neuen Servicezentrum

Besitzer

Wittelsbacherum 1360
Freistaat Bayern

Garten/Park

1764 Umwandlung des Lustgartens in einen Obst- und Gemüsegarten. Der Schlossgarten wurde im Stil der Renaissance ab 1979 wieder angelegt.

Literatur

Literatur zum Objekt


Bernstein, Martin:

Glanz und Gloria - Leben auf oberbayerischen Adelssitzen. Bayern entdecken,  München 2008

Laut, Alfted /  Schmidt,  Hans /  Uenze,  Hans Peter:

Von der Curia Principalis zur Dynastenburg - Aus der Frühzeit unserer alten Burgen, Arbeitskreis für Ortsgeschichtsforschung der Würmregion (Hrsg.) 2010

Meyer, Werner:

Burgen in Oberbayern,  Frankfurt/Main 1986

Meyer, Werner:

Burgen und Schlösser in Bayern. Burgen - Schlösser - Herrensitze,  Frankfurt/Main 1961

Mittelstrass, T.:

Murnau a. Staffelsee und Starnberg - neue Burgengrabungen im südlichen Oberbayern, in: Das archäologische Jahr in Bayern 1991, S. 171ff,  Stuttgart 1992

Weithmann, Michael W.:

Inventar der Burgen Oberbayerns, Bezirk Oberbayern (Hrsg.) 1995

Literatur zu Objekten in der Umgebung

Gerhardt, Ines:

Von der Hütte zum Schloss: ein jahrhundertealter Siedlungsplatz an der Würm in Krailling, in: Das archäologische Jahr in Bayern 2006, S. 160ff.  Stuttgart 2007

Hahn, Udo:

Schloss und Evangelische Akademie Tutzing. Kleine Kunstführer 2832.  Regensburg 2014

Roepke, Claus-Jürgen:

Schloss und Akademie Tutzing. Geschichte des Schlosses und seiner Bewohner..  München 1986

Schober, Gerhard:

Frühe Villen und Landhäuser am Starnberger See.  Waakirchen 1999

von Reichert, Rüdiger:

Schloss Fußberg an der Würm - Acht Jahrhunderte eines Herrensitzes.  München 2001

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Galerie

Stich von Michael Wening (Ausschnitt)
das ehemalige Sommerhaus, heute Standort der Pfarrkirche St. Joseph