• Bild 1: Quelle: Schlösserland Sachsen, cc-by-nd 2.0 (aus Wikipedia)

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Sachsen
Bezirk:Chemnitz
LandkreisMittelsachsen
Ort04703 Leisnig
Adresse:Burglehn 6
Lage:auf 60 m hohen Porphyrfelsen oberhalb der Mulde
Koordinaten:51.163511°, 12.924324°
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Lage im Burgenatlas

Beschreibung

langgestreckte Anlage, gotisches Vorderschloss, Herrenhaus (schlichter Renaissancebau) in der Hinterburg, Bergfried im Burghof, Pagenhaus mit halbrunden Turm
Besonderer Anziehungspunkt im Burgmuseum ist der Riesenstiefel, der zweitgrößte Stulpenstiefel der Welt mit einer Höhe von 3.70 m.


Hier bin ich

Turm


Turmdaten

Der Bergfried steht in der Mitte des Burghofes. Bis ca. 8 m Höhe besteht er aus Leisniger Braunkohlequarzit, darüber aus Ziegelmauerwerk.
Form:rund
Höhe:32 m
Außendurchmesser:14 m
Mauerstärke:4,5 m

Kapelle

um 1100 Bau der ersten Kapelle, romanische Burgkapelle St. Martin von 1374 an der O-Seite des Burghofs, ältestes Steingebäude auf der Burg, 1400/20 Anbau eines gotischen Chores

Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
König Heinrich I.Erbauer
Graf Wiprecht von Groitzsch1083
Herzog Friedrich III. von Schwaben1147
Markgrafen von Meißen1365
Kurfürsten von Sachsen
Freistaat Sachsen1993

Historie

1046 ("burchwardus Lisnich")
1158Reichsgut
2. Hälfte 12. Jh.massiver Ausbau der Burg mit Ringmauer, Toren, Bergfried
1365durch die Markgrafen von Meißen erobert
Ende 14. Jh.Bau des Vorderschlosses für Markgraf Wilhelm I. von Meißen
1387–1394Bau des Pagenhauses über den Resten der ehemaligen Hinterburg
Ende 14. Jh./1422Umbau der Burg zum wehrhaften Schloss
1637/44im Dreißigjährigen Krieg mehrfach belagert und verwüstet
bis 1706Landesfestung zweiter Klasse
ab 1708Nutzung als kurfürstliches Amtsgericht
1708–12umgebaut
1791teilweiser Abriss des Bergfriedes wegen Baufälligkeit
1875Restaurierung des Bergfrieds und Aufstockung um 14 m
1952Einrichtung des Kreismuseums

Objekte im Umkreis von 10 Kilometern

BildNamePLZOrtKreisArtDistance (km)
BildNamePLZOrtKreisArtDistance (km)
Polkenberg04703Leisnig-PolkenbergMSAHerrenhaus2.10
Gorschmitz04703Leisnig-GorschmitzMSAHerrenhausrest2.11
Korpitzsch04703Leisnig-KorpitzschMSAHerrenhaus2.63
Polditz04703Leisnig-PolditzMSAHerrenhaus3.07
Paudritzsch04703Leisnig-PaudritzschMSAHerrenhaus3.54
Klosterbuch04703LeisnigMSAHerrenhaus4.55
Sitten04703Leisnig--SittenMSASchloss4.59
Motterwitz04668Grimma-MotterwitzLLHerrenhaus4.76
Böhlen04668Grimma-BöhlenLLHerrenhaus5.23
Kroptewitz04703Leisnig-Bockelwitz-KroptewitzMSAHerrenhaus5.92
Podelwitz04680Colditz-PodelwitzLLSchloss6.42
Zschirla04680Colditz-ZschirlaLLGutshaus6.61
Börtewitz04703Leisnig-BörtewitzMSAHerrenhaus6.73
Leipnitz04668Grimma-LeipnitzLLHerrenhaus7.69
Collmen04680Colditz-CollmenLLHerrenhaus7.77
Colditz04680ColditzLLSchloss8.92
Pommlitz04769Mügeln-PommlitzNSACHerrenhaus8.97
Kötteritzsch04680Colditz-KötteritzschLLSchloss9.36
Lastau04680Colditz-LastauLLWallburg9.75
Schweta04720Döbeln-SchwetaMSAverschwundenes Schloss9.76
Kössern 
Jagdhaus
04668Grimma-KössernLLSchloss9.87
Kössern04668Grimma-KössernLLGutshaus9.93
Klostergeringswalde09326GeringswaldeMSAHerrenhaus9.97

Quellen und Literatur

  • Burg Mildenstein Leisnig o. J.
  • Donath,  Matthias: Schlösser zwischen Elbe und Mulde,  Meißen 2007
  • Riese,  Brigitte: Burg Mildenstein,  Leipzig 2001
  • Rüdrich,  Frank: Burg Mildenstein Leisnig. Kleine Kunstführer 1952,  Regensburg 1992