Kupferstich von Michael Wening
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Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Oberbayern
LandkreisRosenheim
Ort83043 Bad Aibling
Adresse:Hofberg 5/6
Lage:an der Stelle des Amtsgerichtes über dem alten Ortskern
Koordinaten:47.866165°, 12.010967°

Objekte im Umkreis



Beschreibung

Urkundlich wird der fränkische Königshof als Pfalz bei einem Aiblinger Gerichtstag im Jahre 804 erwähnt. Zur Zeit der Falkensteiner Grafen war hier Sitz einer Vogtei, die von den Wittelsbachern um 1250/60 übernommen wurde, um die Verwaltung des Landes vor dem Gebirge zu gewährleisten. Eine Zeichnung Aspians von 1573 zeigt den spätmittelalterlichen Bau noch mit einem riesigen Wehrturm im Hintergrund und mit den Mauern und Türmen der äußeren Befestigung. Das ursprünglich nur zweistöckige Schloss hatte hübsche Ecktürmchen, die dem Umbau 1740 zum Opfer fielen. Seit 1838 ist das ehemalige Schloss Sitz des Amtsgerichts Aibling. Der westliche Anbau von 1898 beherbergte bis 1935 das Rentamt, also das Finanzamt.

Erhalten: im Amtsgericht verbaute Reste

Historie

804 (als Königshof)
1310erwähnt
11./13. Jh.Ausbau der Anlage
Mitte 15. Jh.erweitert
1807Abbruch des Bergfrieds und der meisten Gebäude
nach 1838Neubau des Südflügels
Ende 19. Jh.Bau des Westflügels (Rentamt)

Quellen und Literatur

  • Mittelstraß,  Tilman: Vom Königshof zum Amtsgericht - Archäologische Forschungen auf dem Hofberg in Bad Aibling, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege / Gesellschaft für Archäologie in Bayern (Hrsg.), in: Das archäologische Jahr in Bayern 2003, S. 125ff,  Stuttgart 2004
  • Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz (Hrsg.): Miesbach - Tegernsee - Bad Tölz - Wolfratshausen - Bad Aibling. Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 18,  Mainz 1971