Sporkenburg

 Ruine
Quelle: eitelborn.de, Public Domain
Ort und Lage
Land:Deutschland
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Bezirk:Koblenz
Westerwaldkreis
Ort:56337 Eitelborn
Lage:auf einem Sporn über dem Emsbachtal, ca. 1000 m s von Eitelborn
Umkreissuche:

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Nutzung
frei zugängliche Ruine
Beschreibung

Anlage

Beim Bau der Sporkenburg wurden Anregungen aus dem französischen Burgenbau aufgegriffen. Die Burg besitzt keinen Bergfried, stattdessen wird die Angriffsseite im N durch eine stumpfwinklig gebrochene turmartige Schildmauer geschützt. Diese enthält im Erdgeschoss das Burgtor und den tonnengewölbten Torweg. In der Schildmauer befinden sich auch drei Räume, wobei sich der mittlere in einem Spitzbogen zum Burghof hin öffnet. An der Außenseite der Schildmauer und an der SW-Ecke der Burg befinden sich runde, massiv gemauerte Vorlagen, sogenannte Tourellen. Derrechteckige Bering (ca. 35 x 18 m) wurde durch eine Längsmauer in eine W- und eine O-Hälfte geteilt. Der Palas befand sich vermutlich an der S-Seite. Dort haben sich eine Reihe von Fenstern, ein Kamin und ein Abortschacht erhalten.


Beim Bau der Sporkenburg wurden Anregungen aus dem französischen Burgenbau aufgegriffen. Die Burg besitzt keinen Bergfried, stattdessen wird die Angriffsseite im N durch eine stumpfwinklig gebrochene turmartige Schildmauer geschützt. Diese enthält im Erdgeschoss das Burgtor und den tonnengewölbten Torweg. In der Schildmauer befinden sich auch drei Räume, wobei sich der mittlere in einem Spitzbogen zum Burghof hin öffnet. An der Außenseite der Schildmauer und an der SW-Ecke der Burg befinden sich runde, massiv gemauerte Vorlagen, sogenannte Tourellen. Derrechteckige Bering (ca. 35 x 18 m) wurde durch eine Längsmauer in eine W- und eine O-Hälfte geteilt. Der Palas befand sich vermutlich an der S-Seite. Dort haben sich eine Reihe von Fenstern, ein Kamin und ein Abortschacht erhalten.

Erhalten

Umfassungsmauern, Schildmauer

Funktion

Die Burg diente dem Schutz der Emser Silbergruben.

Maße

Anlage ca. 35 x 18 m

Besitzer
Heinrich von Helfenstein
1518 Brüder Johann und Quirin von Nassau
1900 Preußen
1947 Land Rheinland - Pfalz
Historie
Ende 13.Jh.durch Brüder Emmerich von Andernach und Heinrich von Lahnstein erbaut
1309erwähnt
um 1300durch Graf Otto von Nassau zerstört
vor 1310Neubau für Heinrich von Helfenstein
1635endgültige Zerstörung der Burg im Dreißigjährigen Krieg durch französische Truppen
1966/67Freilegung und Sanierung der Ruine durch die staatliche Schlösserverwaltung
Mehr Infos
http://www.eitelborn.de/burg.htm
Quellen
TitelAutorInfo
Der WesterwaldWegner, Hans-Helmut (Bearb.)Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 26, Stuttgart 1993
Kulturelle Entdeckungen Nassau Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen (Hrsg.), Regensburg 2012
Staatliche Burgen, Schlösser und Altertümer in Rheinland-PfalzBackes, Magnus Regensburg 2005