Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Niedersachsen
Bezirk:Braunschweig
LandkreisGoslar
Ort38640 Goslar
Adresse:Neue Straße 21
Koordinaten:51.902942°, 10.423553°
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Lage im Burgenatlas
Das Obere Wasserloch ist ein brückenartiger Verteidigungsbau über den Zufluß der Abzucht (vom Rammelsberg kommender Teil der Gose) in die Altstadt im Südwesten Goslars. Im Mittelalter konnte hier durch Herablassen eines starken Metallgitters der Durchfluss gegen Eindringlinge gesperrt werden. Neben dem Brückenbogen über den Hauptdurchfluß existierte im Oberen Wasserloch ein zweiter, ca. 2 m höher liegender kleinerer Durchlass für den Mühlenkanal, der ebenfalls gegen Eindringlinge gesichert war. Flankiert wurde das Obere Wasserloch nach Süden vom in die Stadtmauer als Wehrturm integrierten Turm der Martinikapelle (Martiniturm), auf der Nordseite vom Schneiderturm. Letzterer wurde durch die Goslarer Schneidergilde unterhalten und in Kriegszeiten bemannt. Um 1500 wurde im Zuge des Ausbaus der Verteidigungsanlagen mit vorgelagertem Wall und Graben auch das Obere Wasserloch durch zusätzliche Befestigungen direkt neben dem Vortor des Klaustores, wo die Abzucht durch den Wall geleitet wurde, weiter verstärkt.

Erhalten: Von der mittelalterlichen Bausubstanz sind noch Teile des Brückenbaus des Oberen Wasserlochs mit Teilen des Mauerwerks des auf ihm stehenden Gebäudes auf seiner Westseite, sowie der Martiniturm und Gebäudeteile auf der Nordseite des Brückenbaus erhalten. Der Durchlass des früheren Mühlenkanals ist vermauert, aber noch erkennbar. Die Fachwerkbauten auf der Wehrbrücke und nördlich von dieser sind erst in der Neuzeit entstanden, während der Schneiderturm nach schweren Hochwasserschäden 1651 dann 1818 vollständig abgerissen wurde.



Historie

erste urkundliche Erwähnung der Martinikapelle (1256)
älteste Holzteile im Nordostflügel (1356)
Integration des Martiniturms in die Verteidigungsanlage (1402)
Überbauung der Wehrbrücke mit einem Fachwerkhaus (1582)
Abriss der Martinikapelle (1621)
Dammbruch am Herzberger Teich der Gruben im Rammelsberg beschädigt durch Flutwelle den Schneiderturm stark (1651)
Übergang der Gebäude auch auf der Wehrbrücke in bürgerliche Nutzung (1719)
Vollständiger Abriss des Schneiderturms (1818)
Größere Um– und Ergänzungsbauten (1848)
aufwändige denkmalgerechte Sanierung des ganzen Komplexes durch den heutigen Eigner nach schadenverursachendem falschem Sanierungsversuch 1986unter dem Voreigner (2010-2013)

Weitere Türme und Tore der Stadtbefestigung

BildNameArt
BildNameArt
Achtermann
Zwingerturm
verschwundener Stadtmauerturm
Batterieturm
Zwinger
Batterieturm
Breites Tor
Danielsturm
Rieslingsturm
Torturm
Dat Svarte Kalbverschwundener Stadtmauerturm
Frankenberger KircheStadtmauerturm
Hirtenturmverschwundener Stadtmauerturm
KegelwortturmStadtmauerturm
Klaustor
Nicolaitor
teilweise erhaltenes Stadttor
Knochenhauerturmverschwundener Stadtmauerturm
Kramerturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
Lamborger Torverschwundenes Stadttor
Papenturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
Rosentor
Schusterturn
Schäferturm
Rosentorzwinger
Achtermann
verschwundenes Stadttor
Schärpertorverschwundenes Stadttor
Schlopptorverschwundenes Stadttor
Schmiedeturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
TeufelsturmStadtmauerturm
Unteres Wasserloch
Backsturm
verschwundener Stadtmauerturm
Vititorverschwundenes Stadttor
WeberturmStadtmauerturm