Nutzung
  • Amtsgericht

Alte Burg (Gandersheim)

Lage

Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Ort
37581 Bad Gandersheim
Adresse
Am Plan 3
Lage
im nö Teil des Stiftsbezirks
Koordinaten
51.87192°, 10.02764°

Beschreibung

schlichter zweigeschossiger Bau mit rechteckig vorgezogenem Treppenturm, um den Burghof weitere Mauerreste, zugeschüttete Wassergräben


Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen

Eine der am besten erhaltenen Renaissance-Befestigungen im südl. Niedersachsen.

Burg bzw. Befestigung mit östl. gelegener Hauptburg und westl. anschließendem Wirtschaftshof (heute Bauhof). Sehr gut erhaltener Komplex auf einer Gesamtfläche von ca. 160 (W-O) x 80 m. Die rechteckige Hauptburg war ursprünglich von einem Wassergraben umgeben, der heute zugeschüttet ist. Im Osten der Kernburg steht das zweigeschossige Hauptgebäude mit rechteckigem Treppenturm. Im 17. Jh. muss es noch drei Stockwerke aufgewiesen haben. Der sog. Spieker im Westen beherbergte früher auch den Rittersaal. Die Zufahrt befindet sich heute in der Südwestecke, früher erfolgte sie über den Torturm im Norden. Westlich schließt der Wirtschaftshof an. Die heute als Amtsgericht genutzte Burg befindet sich in einem guten Zustand. Sie ist vom einstigen Wirtschaftshof aus zugänglich.

Im hohen bis späten Mittelalter als herzogliche Burg angelegt, mehrere Um- und Ausbauten unter Heinrich dem Älteren und besonders Heinrich dem Jüngeren.

Nachdem die Welfen wohl um 1275 in den Besitz der Stiftsvogtei gelangt waren, wird die Burg Gandersheim erstmals im Jahr 1318 erwähnt. Sie war, meistens verpfändet, Sitz des Amtes Gandersheim und zwischen 1585 und 1634 Tagungsstätte der Landstände von Kalenberg, Grubenhagen und Wolfenbüttel. Der jetzige Bau der rechteckigen Stadtrandburg entstand um 1530, erste Umbauten erfolgten durch Herzog Heinrich d. Ä. (1463-1514). 1704 wurde ein Geschoss abgetragen. Anstelle des Speicherbaus mit dem Rittersaal wurde 1854 das Gefängnis gebaut. Zwischen 1979 und 1984 erfolgten umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen. Dem ursprünglichen Zustand entsprechend ist das Mauerwerk verputzt und farbig gestaltet worden.

Lizenz:CC by-sa/4.0

Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas


Historie

12.Jh.erbaut
1318 („Castrum nomine Gandersheym“)
1347 („Slot Gandersheim“)
1360 („Borg to Gandershem“)
14. Jh. Durchführung von Aus-/Umbauten
1530Errichtung des Torturms
1854Bau des Gefängnisses anstelle des ehemaligen Rittersaals
1979/84Instandsetzungsmaßnahmen

Besitzer

Herzöge von Braunschweig



Literatur und Quellen

  Blaich, Markus C. / Stadje,  Sonja / Kappes,  Kim: Die Heldenburg bei Salzderhelden, Oldenburg 2019
  Brüning, Kurt / Schmidt,  Heinrich (Hrsg.): Niedersachsen/Bremen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 2, 5.00. Aufl., Stuttgart 1986
  Kotyrba, Sándor / Arnhold,  Elmar: Landesherrliche Schlösser - Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, Braunschweig 2011
  Weiß, Gerd (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Bremen Niedersachsen, München 1992


Bilder




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