Osterhofen wurde 1378 vom damaligen Landgrafen Johann dem Älteren von Leuchtenberg (Vertreter des wittelsbachischen Herzogs) als Markt zwischen Mühlbach/Herzogbach im Süden und der sumpfigen Donauniederung im Norden auf dem langgezogenen Höhenrücken gegründet, der schon seit der Römerzeit als Handelsstraße genutzt wurde. Der neue Markt erstreckte sich zwischen der schon vorhandenen Burg der 1375 ausgestorbenen Grafen von Hals im Westen und der bereits 1220 errichteten Spitalkirche im Osten. #D#er Name Osterhofen und der vorherige Markt wurde vom südlich gelegenen früheren Pfalzstandort und dann Kloster auf den neuen Ort übertragen, das bisherige Osterhofen in Altenmarkt umbenannt. Der Schutz des neuen Marktplatzes erfolgte primär durch Nutzung der angrenzenden Natur: im Norden die Sümpfe der Donauaue, im Süden wurden Herzogbach/Mühlbach zu ausgedehnten Weihern bzw. Sumpfgebieten (heutige Seewiesen) künstlich angestaut. #E#ine spezielle Wehrmauer hat Osterhofen nie gehabt, lediglich die Außenmauern der bis an die Feuchtgebiete heranreichenden Höfe des Marktes. Nur nach Nordwesten (Obertor) und Osten (Untertor) wurde der Höhenrücken durch je eine Toranlage abgeriegelt, die im 16. Jh. jeweils einen Torturm erhielten. Beide Tortürme wurden im 19. Jh. abgerissen, die Donauniederung entwässert und die künstlich aufgestauten Wasserflächen im Norden ebenfalls trocken gelegt. Auf den westlichen Torturm weist noch eine Gedenktafel hin.Erhalten: nichts