Schloss Nothberg ist eine ausgedehnte zweiteilige Bruchsteinanlage. Das wuchtige, rechteckige, dreigeschossige Herrenhaus aus Bruchstein auf einer Grundfläche von ca. 28 x 18 m in Renaissanceformen besaß einst vier runde Ecktürme, erhalten blieb die westliche Giebelwand mit zwei Ecktürmen. Der ebenerdige Renaissanceerker wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Der Eingang zum Schloss führt heute durch das Portal der Vorburg. An die ehemalige Zugbrücke erinnern noch die Ecken des Torbaues. Eine gemauerte Bogenbrücke führte von der Vorburg zur Hochburg. Der 670 m lange Mauerring umschließt ein Areal von 2,6 ha. Nothberg gilt als eine der ersten Burgen, an denen der italienische Meister Alessandro Pasqualini tätig war. Herzog Wilhelm V. von Jülich rief den Baumeister aus Bologna herbei.Erhalten: Ruine der Hauptburg, VorburgDas Herrenhaus der Burg Nothberg war ein spätgotisches Bauwerk, das im Kern aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammte. Der früheste urkundlich bekannte Besitzer der Burg Nothberg war Edmund von Engelsdorf, der im Jahre 1361 vom Jülicher Grafen mit der Burg belehnt wurde. Aus der Burgherrschaft der Familie Palant stammte die zweiseitig umbaute Anlage aus dem 16. Jahrhundert (Jahreszahl über der Tür im südwestlichen Eckturm: 1555). Einige Details, wie Auslucht, Hauptportal und Säulen im Innern lassen schon den Einfluß der neuen Stilepoche, der italienischen Hochrenaissance, erkennen.