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Nothberg

Lage

Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Städteregion
Ort
52249 Eschweiler-Nothberg
Adresse
Hüchelner Straße 3
Lage
auf einem Höhenrücken über dem Indetal
Koordinaten
50.81139°, 6.29750°

Beschreibung

Schloss Nothberg ist eine ausgedehnte zweiteilige Bruchsteinanlage. Das wuchtige, rechteckige, dreigeschossige Herrenhaus aus Bruchstein auf einer Grundfläche von ca. 28 x 18 m in Renaissanceformen besaß einst vier runde Ecktürme, erhalten blieb die westliche Giebelwand mit zwei Ecktürmen. Der ebenerdige Renaissanceerker wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Der Eingang zum Schloss führt heute durch das Portal der Vorburg. An die ehemalige Zugbrücke erinnern noch die Ecken des Torbaues. Eine gemauerte Bogenbrücke führte von der Vorburg zur Hochburg. Der 670 m lange Mauerring umschließt ein Areal von 2,6 ha. Nothberg gilt als eine der ersten Burgen, an denen der italienische Meister Alessandro Pasqualini tätig war. Herzog Wilhelm V. von Jülich rief den Baumeister aus Bologna herbei.
Erhalten: Ruine der Hauptburg, Vorburg

Das Herrenhaus der Burg Nothberg war ein spätgotisches Bauwerk, das im Kern aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammte. Der früheste urkundlich bekannte Besitzer der Burg Nothberg war Edmund von Engelsdorf, der im Jahre 1361 vom Jülicher Grafen mit der Burg belehnt wurde. Aus der Burgherrschaft der Familie Palant stammte die zweiseitig umbaute Anlage aus dem 16. Jahrhundert (Jahreszahl über der Tür im südwestlichen Eckturm: 1555). Einige Details, wie Auslucht, Hauptportal und Säulen im Innern lassen schon den Einfluß der neuen Stilepoche, der italienischen Hochrenaissance, erkennen.


Maße
Hauptgebäude ca. 25 x 19 m


Historie

1361 (erste Erwähnung der Burganlage, Edmund von Engelsdorf wird vom Jülicher Grafen mit der Burg belehnt)
1439/49Neubau unter Werner von Palant
1543die Burg wird bei einem Brand schwer beschädigt
1555Ausbau in Renaissanceformen für Johann V. von Palant (Alessandro Pasqualini)
1568/89die Burg wird bei Einlagerungen und Durchzügen spanischer und kurkölnischer Truppen in Mitleidenschaft gezogen
um 1638/78weitere Beschädigungen der Anlage
18./19.Jh.Neubau der zweiflügeligen Vorburg
12. Mai 1829der letzte Spross der Familie von Wassenberg stirbt auf Schloss Nothberg
1829ein Drittel des Schlosses wird auf Abbruch verkauft
1840einer der vier Ecktürme besitzt kein Dach mehr
1976Gründung des Fördervereins Nothberger Burg e.V.
seit 1980Sicherungsarbeiten

Besitzer

ErbauerGrafen von Jülich
Herren von Palant
1682 Freiherren von Rolshausen
um 1750 Max Damian von Rolshausen
1879 Kauf für 11.000 Taler Landwirt Peter Kever
Familie Kever



Literatur und Quellen

  Eberhardt, Jürgen: Burg Nothberg in Eschweiler und die Pasqualinis: Die einstigen Renaissance-Arkaden und ihr architektonischer Kontext, Aachen 2016
  Gondorf, Bernhard: Die Burgen der Eifel und ihrer Randgebiete. Ein Lexikon der „festen Häuser“, Köln 1984, ISBN 3-7616-0723-7
  Limpens, Herbert, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.): Stadt Eschweiler. Rheinische Kunststätten 271, Neuss 1983


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