Nutzung
  • Führungen auf Anfrage (siehe Homepage der Burg)
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Straußberg

Lage
Bundesland
Thüringen
Ort
99706 Sondershausen-Straußberg
Lage
auf den nördlichen Erhebungen der Hainleite (oberer Straußberg)
Koordinaten
51.38868°, 10.74519°
Beschreibung

spätromanische trapezförmige Anlage, ehemaliger Ministerialensitz der Thüringer Landgrafen, Haupt- oder Kernburg geschlossene spätromanische Anlage, mehrfache gotische Um- und Erweiterungsbauten, im Grundriss unregelmäßiges Fünfeck, vorgelegter Torzwinger, umlaufende Mantelmauer mit drei Gebäudeflügeln um engen Hof, Zugangsseite im SO, schlanker Rundturm, Palas mit spitzbögigen Arkaden

Erhalten: Bergfried, Vorwerk mit Herrenhaus

Die ehemals prächtige Burganlage aus dem 12. Jahrhundert wurde bis ins 16. Jahrhundert vor allem durch die Grafen von Schwarzburg-Sondershausen genutzt. Während das Vorwerk mit seinem majestätischen Herrenhaus gut erhalten ist, verfiel die Burg zur Ruine. Vom Aussichtsturm hat man einen phantastischen Blick über das Wippertal bis in den Harz.
Maße
Anlage ca. 70 x 70 m
Kernburg ca. 40 x 43 m
Ringgrabenbreite ca. 12-15 m
Grundriss
Grundriss
Details
Beschreibung:

Georg Voss (Hrsg.): Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens. Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt. Amtsgerichtsbezirk Frankenhausen und Schlotheim. Heft 5. Gustav Fischer Verlag. Jena 1889, S. 76

Bergfried

Der romanische Bergfried liegt in der SO-Ecke der Anlage und tritt nach außen und innen aus der Mantelmauer hervor.

Form
rund
Höhe
30,00 m
Außendurchmesser
8,00 m
Höhe des Eingangs
10
(max.) Mauerstärke
3,00 m
Kapelle
Beschreibung
im Renaissancestil ausgestattete Kapelle westlich gegenüber dem Bergfried, um 1870 restauriert, 1988 eingestürzt

Historie

13.Jh.
als Ministerialensitz errichtet
1267
(Berthold von Schlotheim urkundet auf der Burg)
1552–1598
Residenz des Grafen Wilhelm von Schwarzburg
ab 1581
schlossartiger Ausbau zur Sommerresidenz; Anbau eines Renaissanceflügels an der Südseite neben dem Turm
seit 1600
nicht mehr bewohnt
19.Jh.
Umbau zum Domänenbetrieb
um 1900
Durchführung von Instandsetzungsarbeiten
nach 1945
verfallen
1974
Abbruch des Bergfrieddaches
1987
Ausbau des Bergfrieds zu einem Aussichtsturm
1997
Beginn von Erhaltungsarbeiten durch eine Interessengemeinschaft

Besitzer

ErbauerLandgrafen von Thüringen
1267 Bertolt von Schlotheim
1285 Kämmerer von Mühlhausen
um 1318/24–1356 Grafen von Hohnstein
1356 im Erbgang-1918 Grafen von Schwarzburg
1421 als Lehen Erzbistum Mainz
1465–1548 als Pfand Herren von Tütscheroda
November 2013 Kauf der Kernburg Interessengemeinschaft Straußburg e.V.



Literatur und Quellen

  Braun, Wolfgang / Sternal,  Bernd: Burgen und Schlösser der Harzregion - Band 4, (o.O.) 2013, ISBN 978-3-7322-9181-6
  Groß, Dr. Lothar / Sternal,  Bernd: Thüringer Burgen, Schlösser und Wehrbauten - Band 2, Quedlinburg 2019
  Köhler, Michael: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, 2.00. Aufl., (o.O.) 2003, ISBN 978-3-91014-196-4
  Landesamt für Archäologie, Sven Ostritz (Hrsg.): Kyffhäuserkreis. Archäologischer Wanderführer Thüringen 13, Langenweißbach 2012
  Neuenfeld, Klaus: Streifzüge durch Thüringer Residenzen, Langenweißbach 2012


Bilder




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