Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Niederbayern
LandkreisDeggendorf
Ort94508 Schöllnach
Lage:ca. 100 m sö Kirche Schöllnach an der Kleinen Ohe.
Koordinaten:48.754452°, 13.179881°
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Beschreibung

Ehemaliges Hofmarkschloss, aus einer Wasserburg des 14. Jh. hervorgegangen. Der teichartige Schlossgraben auf der Westseite der Kleinen Ohe wurde aus dieser gespeist. Das Schloss wurde komplett abgerissen, der Teich verfüllt und eingeebnet, das Areal ist heute teilweise Grün- bzw. Gartenland, teils von Privathäusern überbaut.

Erhaltennichts


Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Hartlieb der Puchberger zu Winzer1306 als Pfand, nach 133 Verkauf durch seine Tochter
Herren Rüd1375–1429
Oswald der Kafringer zu Socking1429 Kauf–1440
Georg von Fraunberg(1440 Kauf–1445
Familie Reutorner1445 Kauf–1612
Hans Georg Rütz zu Grub und Tochter1612–1668
Wolfgang Severin Scharfseder von Rickerting und Tochter Maria Corona1668 durch ehebedingtes Erbe–1719
Baron Christoph Josef Heinrich Freiherr von Vieregg1719–1774
Anton Ferdinand Freiherr von Pfetten1775–1833
Königreich Bayern1834 durch Rückfall des Lehens

Historie

865 (Ersterwähnung Schöllnachs, damals als Besitz des Klosters Niederaltaich)
1311Schergenamt und niedere Gerichtsbarkeit, vermutliche Entstehung der Hofmark Schöllnach als eigenständiges Lehen, Entstehung der Burg als Herrensitz zeitlich unklar
1647Plünderung von Ort und Schloss durch Truppen des bayerischen Generals
1742Schädigung des Schlosses und des Ortes durch ungarische Truppen
1833Tod des erbenlosen Anton Ferdinand Freiherr von Pfetten als letztem Herrn von Schöllnach, der hohe Schulden angehäuft hatte, damit erlosch auch das Lehen
1834offizielle Inbesitznahme durch den bayerischen Staat, damit Ende der Hofmark und Herrschaft Schöllnach, das Schloss wurde damit funktionslos und in der Folgezeit abgerissen

Objekte im Umkreis von 10 Kilometern

NameOrtArtDistance (km)Bild
NameOrtArtDistance (km)Bild
NeuhofenSchöllnach-SchwanenkirchenWallburg3.23
Schöllnstein 
Schellenstein
Iggensbach-SchöllnsteinRuine5.97
HolzbergHengersberg-Waltersdorfverschwundene Burg6.03
Engelsberg 
Engelsburg
Engelsberg
Winzer-DoblBurgrest6.20
ZierbergAuerbach-EngollingWallburg6.60
HinterreckenbergWinzer-Hinterreckenbergverschwundene Burg6.61
RanfelsZenting-Ranfelsteilweise erhaltenes Schloss6.62
FlintsbachWinzer-Flintsbachverschwundene Burg6.77
GrattersdorfGrattersdorfverschwundener Adelssitz7.08
FlintsbachWinzer-FlintsbachSchloss7.11
ZillingHengersberg-Schwarzachverschwundene Burg7.44
GrubdorfHofkirchen-GrubdorfSchlossrest7.47
UnterholzenWinzer-UnterholzenWallburg7.85
UnterholzenWinzer-Unterholzenverschwundene Burg8.10
Winzer 
Oberwinzer
WinzerRuine8.67
WinzerWinzerBefestigungsrest8.81
Rohrberg 
Sankt Michael
Hengersbergangebliche/vermutete
Burg-/Schlossanlage
9.55
Hengersberg 
Frauenberg
Maria Himmelfahrt
Helmgeresberg
HengersbergBurgrest9.91

Quellen und Literatur

  • Habel,  Heinrich /  Himen (Bearb.),   Helga: Denkmäler in Bayern - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band II Niederbayern, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.),  München 1985