Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Niedersachsen
Bezirk:Braunschweig
LandkreisGoslar
Ort38640 Goslar
Koordinaten:51.909887°, 10.426040°
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Eines der vier Haupttore von Goslar, ursprünglich bestehend aus einem um 1500 vorgebauten Außentor mit den Flankierungstürmen Schäferturm (auch Rosentorzwinger, später auch Schäferturm und Achtermann genannt) und Schusterturm. Das Innentor mit einem Torturm geht wohl schon auf das 12. Jahrhundert zurück, bekannte Ersterwähnung 1186. Zwischen den beiden Toren, die zur Verhinderung von Durchschüssen durch beide Tore gegeneinander in einem Winkel versetzt waren, befand sich ein Torhof, außerdem gehörte eine Torkapelle zum Vititor. Während der Schusterturm von der Goslarer Schustergilde erhalten und bemannt wurde, ist fraglich, ob die Schäfer für den Schäferturm zuständig waren, da auch das Breite Tor einen Schäferturm hatte - und der Schäferturm des Rosentores diesen Namen wohl erst später erhielt, als er in späteren Zeiten als Winterstall diente.

Erhalten: Vom Rosentor ist heute vor allem noch der Schäferturm erhalten - mit bis zu 5 m starkem Mauerwerk, 16 m Höhe und 22 m Durchmesser. Er ist heute ins Hotel Achtermann integriert und erhielt die heutige Bezeichnung "Achtermann" nach der Versetzung eines Kaiserreliefs vom früheren, weiter östlich gelegenen Batterieturm "Achtermann" nach dessen Abriss 1792. Schusterturm, innerer Torturm und der Torhof fielen dem Abriss im 19. Jahrhundert zur Verbreiterung der Zufahrtsstraße in die Innenstadt zum Opfer. Lediglich zur Neuwerkkirche hin sind noch Reste des alten Mauerwerks des Torhofes erhalten. Nach 1870 wurde das innere Rosentor in historisierendem Stil teilweise von Architekt Luer neu errichtet. Nach Westen sind noch Reste der Stadtmauer bzw. der in diese integrierten Klostermauer erhalten, ebenso Reste des Vitiwallgrabens als innerem Stadtgraben, während der äußere Stadtgraben zur Bahntrasse umfunktioniert wurde.



Historie

12. Jh. Anfänge des Rosentors, angelehnt an das unmittelbar daneben liegende Kloster Neuwerk
1186urkundliche Ersterwähnung
um 1500Erweiterung um das vorgesetzte Außentor mit den Flankierungstürmen Schusterturm und Rosentorzwinger (später "Schäferturm" und "Achtermann" genannt)
1792Versetzung des Kaiserreliefs vom früheren
1827–1866Abbruch von innerem Torturm und Schusterturm zur Straßenverbreiterung
nach 1870Neuerrichtung eines Innentors in historisierendem Stil unter Architekt Luer.

Weitere Türme und Tore der Stadtbefestigung

BildNameArt
BildNameArt
Achtermann
Zwingerturm
verschwundener Stadtmauerturm
Batterieturm
Zwinger
Batterieturm
Breites Tor
Danielsturm
Rieslingsturm
Torturm
Dat Svarte Kalbverschwundener Stadtmauerturm
Frankenberger KircheStadtmauerturm
Hirtenturmverschwundener Stadtmauerturm
KegelwortturmStadtmauerturm
Klaustor
Nicolaitor
teilweise erhaltenes Stadttor
Knochenhauerturmverschwundener Stadtmauerturm
Kramerturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
Lamborger Torverschwundenes Stadttor
Martiniturm und Oberes WasserlochStadtmauerturm
Papenturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
Schärpertorverschwundenes Stadttor
Schlopptorverschwundenes Stadttor
Schmiedeturmteilweise erhaltener Stadtmauerturm
TeufelsturmStadtmauerturm
Unteres Wasserloch
Backsturm
verschwundener Stadtmauerturm
Vititorverschwundenes Stadttor
WeberturmStadtmauerturm