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Kronberg

Lage
Bundesland
Hessen
Ort
61476 Kronberg im Taunus
Adresse
Schlossstraße 10-12
Lage
auf einem Felssporn hoch über dem Ort
Koordinaten
50.18112°, 8.50671°
Beschreibung

staufische Höhenburg, dreieckige Ruine der romanischen Oberburg mit Bergfried, Mittelburg mit zwei rechtwinklig zueinander stehenden Häusern und ausgedehnte, aber weitgehend nicht mehr sichtbaren Unterburg

Um 1220/30 erbauten die Herren von Eschborn im Auftrag des Kaisers die „Oberburg“, die nur noch als Ruine erhalten ist und die durch den weithin sichtbaren Freiturm das Gesamtbild dominiert. Typisch für die Zeit der Erbauung ist zum Beispiel der aus rotem und weißem Stein zusammengesetzte Eingang sowie die darüber gelegene Torkapelle. Die „Oberburg“ ist der älteste Teil der Kronberger Burg und wurde in den Jahren 2001-2002 grundlegend saniert.
Funktion

Ganerbenburg von zweitweise drei Linien der Herren von Cronberg.

Maße
Höhe der Schildmauer ca. 12,5 m
Großes Haus ca. 13,60 x 22 m
Freiturm
Form
quadratisch
Höhe
40,00 m
Grundfläche
8,50 x 8,50 m
Höhe des Eingangs
7
Freiturm
<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Kronberg-03-Freiturm.jpg">Muck</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons
Kapelle
Beschreibung
Erste Kapelle im Torturm.
Außenansicht
Kapelle Außenansicht
Kapelle
Beschreibung
Zweite Burgkapelle von 1342 , Grablege der Landgrafen von Hessen. Kleiner Saalbau mit Rechteckchor. 1943 ausgebrannt.
Außenansicht
Kapelle Außenansicht
Kapelle
Beschreibung
Dritte Kapelle, kreuzgewölbter Kapellenerker im „Rittersaal“ des ersten Geschosses des Alten Schlosses.
Außenansicht
Kapelle Außenansicht

Historie

Mitte 12.Jh.
für die Herren von Eschborn errichtet
1230
(„Cronenburg“)
1246
zerstört und wieder aufgebaut
um 1330/40
Bau der Unterburg
1440–1505
Ausbau und Verstärkung der umlaufenden Wehrmauer
1474
Bau des Neuen Schlosses in der Mittelburg
1478
Bau des Pfortenhauses
ab 1500
Ausbau der Anlage
Ende 18.Jh.
verfallen
ab 1891
saniert (Mitwirkung von L. Jacobi)
1911
Neubau des Prinzenturms
2001
Sanierung der Oberburg
2008
Erneuerung des Museums

Besitzer

ErbauerHerren von Eschborn
Herren von Kronberg (Stammsitz
bis 1704)
1704 Kurmainz
1803 Hessen-Nassau
1866 Preußen
bis 1992 Hausstiftung der hessischen Landgrafenfamilie
1992 Stadt Kronberg
seit 1994 Stiftung Burg Kronberg im Taunus



Literatur und Quellen

  Bauer, Sofie: Burg Kronberg, (o.O.) 1993
  Biener, Bernhard: Langes Ringen um Kronbergs Wahrzeichen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Dezember 2017, Frankfurt 2017
  Cremer, Folkhard (Bearb.): Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler - Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt, München 2008
  Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-8105-0228-6
  Krupp, Ingrid: Burgen und Schlösser in Nassau, Frankfurt/Main 1987
  Müller-Hillebrand, M.: Cronberg. Geschichte eines Rittergeschlechts und seiner Burg., (o.O.) 1958
  Nickoll, Nina: Burg ist älter als gedacht, in: Frankfurter Rundschau, 11. Mai 2012, (o.O.) 2012
  Strickhausen, Gerd / Strickhausen-Bode,  Nina: Burg Kronberg, München 2011


Bilder




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