Reifenberg

Oberreifenberg, Reiffenberg, Riffinberg

Ruine


Public Domain

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Darmstadt
Hochtaunuskreis
Ort61389 Schmitten-Oberreifenberg
Lage:über dem Ortsteil Oberreifenberg
Lage in Google Maps:50.247027°, 8.428433°

Beschreibung


Fast regelmäßige Kernburg, rechteckiger, sechsgeschossiger Wohnturm, mächtiger runder Bergfried


Erhalten: Bergfried, Schildmauer, Wohnturm

Historie

Ende 12.Jh.durch Herren von Reifenberg erbaut
1234 (Cuno von Reiffenberg)
1. Hälfte 13. Jh.–Ende16. Jh. Reifenberg wird als Ganerbenburg genutzt, erst Ende des 16.Jahrhunderts können die Reiffenberg die übrigen Ganerbenfamilien aus der Herrschaft verdrängen
1384bei der Aufstellung eines Burgfriedens werden 14 Ganerben genannt
um 1500Bau von Rundturm und "Pulverkammer"
1591Friedrich von Reifenberg wird geächtet, da er während eines Streits um Erbansprüche Burg und Dorf Reifenberg niedergebrannt hatte
um 1620repräsentativ ausgebaut
1618/48im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg mehrmals zerstört
nach 1648die Burg wird dem Verfall überlassen
um 1655/61Pläne zum Ausbau der Ruine zur Festung bleiben unausgeführt, Kurmainz besetzt die Anlage aufgrund alter Verträge
1689geschleift

Besitzer

Herren von Kronberg
Casimir Ferdinand Adolf von Bassenheim1686, er muss sich die Herrschaft bis 1726 mit Kurmainz teilen
Grafen von Waldbott–Bassenheim1781 als Erbe
Nassau1856
Land Hessen

Turm

Höhe 25 m
Höhe Eingang 8 m
Durchmesser 8,5 m
Mauerstärke 2,5 m

Maße

Mauerstärke der Schildmauer 4 m
Wohnturm 4,5 x 11 m, Höhe 19 m

Herkunft des Namens

Von dem steilen Felsen auf dem die Burg liegt, altdeutsch "Ryff/Riff"="Abhang".

Literatur

Literatur zum Objekt

Blum, Rainer:

Bericht über Ultraschallmessungen an dem Wohnturm der Burg Oberreifenberg, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.), in: Zeitschrift "Burgen und Schlösser" 94/3, S. 175ff,  Braubach/Rhein 1994

Cremer, Folkhard (Bearb.):

Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler,  München 2008

Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe

,  Frankfurt am Main 1987

Michel, Reinhard:

Die Burg Reifenberg (Taunus) in neuer Sicht, Geschichtsverein Hochtaunus e.V. (Hrsg.) 1995

Literatur zu Objekten in der Umgebung

Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz (Hrsg.):

Hochtaunus - Bad Homburg - Usingen - Königstein - Hofheim. Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 21.  Mainz 1972

Biehn, Heinz:

Schloss Friedrichshof. Kleine Kunstführer 974.  Regensburg 1975

Bierwirt, Joachim:

175 Jahre Forstamt Weilrod - 1816-1991 - Schloss Neuweilnau. 1991

Gross, Hermann:

Die Burg Falkenstein im Taunus. Heimatverein Falkenstein (Hrsg.).  o. J.

Müller-Hillebrand, M.:

Cronberg. Geschichte eines Rittergeschlechts und seiner Burg.. 1958

Nickoll, Nina:

Burg ist älter als gedacht, in: Frankfurter Rundschau, 11. Mai 2012. 2012

Petrasch, Jörg /  Rittershofer,  Karl-Fr.:

Die Burg von Bommersheim Stadt Oberursel (Taunus), Hochtaunuskreis. Archäologische Denkmäler in Hessen 101. Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.).  Wiesbaden 1992

Strickhausen, Gerd /  Strickhausen-Bode,  Nina:

Burg Kronberg. DKV-Kunstführer 671.  München 2011

Tücks, Petra:

Romantischer Klassizismus in Schloss Homburg - Der Umbau des Königsflügels durch Georg Moller. Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (Hrsg.), in: SehensWerte 7/2012 S.22ff.  Wiesbaden 2012

Zeune, Dr. Joachim:

Oberursel-Bommersheim: Eine Burgengrabung stellt sich vor. Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.), in: Zeitschrift "Burgen und Schlösser" 90/1, S. 29f.  Braubach/Rhein 1990

Objekte im Umkreis von 5 Kilometern



BildNameOrtKreisArtDistance
Hattstein 
Hazechenstein
Hatzechinstein
Schmitten-OberreifenbergHTKBurgrest1.60

Galerie

Public DomainKupferstich von Matthäus Merian, 1655 © Dieter Thurm, Kleinostheim
© Dieter Thurm, Kleinostheim