• Bild 1: Public Domain
    Bild 2: Kupferstich von Matthäus Merian, 1655
    Bild 3: © Dieter Thurm, Kleinostheim
    Bild 4: © Dieter Thurm, Kleinostheim

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Darmstadt
Hochtaunuskreis
Ort61389 Schmitten-Oberreifenberg
Lage:über dem Ortsteil Oberreifenberg
Koordinaten:50.247027°, 8.428433°
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Beschreibung

Fast regelmäßige Kernburg, rechteckiger, sechsgeschossiger Wohnturm, mächtiger runder Bergfried

ErhaltenBergfried, Schildmauer, Wohnturm
Herkunft des NamensVon dem steilen Felsen auf dem die Burg liegt, altdeutsch „Ryff/Riff“ = „Abhang“.


Turm


Turmdaten

Form:rund
Höhe:25 m
Außendurchmesser:8,5 m
Höhe des Eingangs:8 m
Mauerstärke:2,5 m

Maße

Mauerstärke der Schildmauer 4 m
Wohnturm 4,5 x 11 m, Höhe ca. 24 m

Besitzer

(ohne Anspruch auf Vollständigkeit)
Herren von ReifenbergErbauer
Herren von Kronberg
Casimir Ferdinand Adolf von Bassenheim1686, er muss sich die Herrschaft bis 1726 mit Kurmainz teilen
Grafen von Waldbott–Bassenheim1781 als Erbe
Nassau1856
Land Hessen

Historie

Ende 12.Jh. für die Herren von Reifenberg errichtet
1234 (Cuno von Reiffenberg)
1. Hälfte 13. Jh.–Ende16. Jh. Reifenberg wird als Ganerbenburg genutzt, erst Ende des 16.Jahrhunderts können die Reiffenberg die übrigen Ganerbenfamilien aus der Herrschaft verdrängen
1384bei der Aufstellung eines Burgfriedens werden 14 Ganerben genannt
um 1500Bau von Rundturm und „Pulverkammer“
1591Friedrich von Reifenberg wird geächtet, da er während eines Streits um Erbansprüche Burg und Dorf Reifenberg niedergebrannt hatte
um 1620repräsentativ ausgebaut
1618/48im Dreißigjährigen Krieg wird die Burg mehrmals zerstört
nach 1648die Burg wird dem Verfall überlassen
um 1655/61Pläne zum Ausbau der Ruine zur Festung bleiben unausgeführt, Kurmainz besetzt die Anlage aufgrund alter Verträge
1689im Pfälzischen Erbfolgekrieg endgültig zerstört
1995Beginn von Sanierungsarbeiten durch den Burgverein Reifenberg e.V.

Objekte im Umkreis von 10 Kilometern

NameOrtArtDistance (km)Bild
NameOrtArtDistance (km)Bild
Hattstein 
Hazechenstein
Hatzechinstein
Schmitten-OberreifenbergBurgrest1.60
AltkönigKronberg im TaunusWallburg5.49
Landstein 
Unserer lieben Frau zu Landstein
Weilrod-AltweilnauRuine6.61
FalkensteinKönigstein im TaunusRuine7.20
Nürings 
Neu-Falkenstein
Königstein im TaunusBurgrest7.23
KönigsteinKönigstein im TaunusRuine7.56
Alt-Weilnau 
Altweilnau
Weilrod-AltweilnauRuine7.65
Luxemburger Schloss (Königstein) 
Kurmainzer Amtshaus
Luxemburger Schloss
Königstein im TaunusSchloss7.70
AltweilnauWeilrod-AltweilnauStadtbefestigung7.71
RettershofKelkheim (Taunus)Schloss8.63
FriedrichshofKronberg im TaunusSchloss8.70
KronbergKronberg im TaunusBurg9.21
Kronberg 
Hellhof
Kronberg im TaunusAdelssitz9.27
DrusenküppelWehrheim-Obernhainverschwundene Burg9.63

Quellen und Literatur

  • Blum, Rainer: Bericht über Ultraschallmessungen an dem Wohnturm der Burg Oberreifenberg, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.), in: Zeitschrift Burgen und Schlösser 94/3, S. 175ff,  Braubach/Rhein 1994
  • Cremer, Folkhard (Bearb.): Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler,  München 2008
  • Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe,  Frankfurt am Main 1987
  • Michel, Reinhard: Die Burg Reifenberg (Taunus) in neuer Sicht, Geschichtsverein Hochtaunus e.V. (Hrsg.) 1995