• Bild 1: © Thorsten Groedel ©
    Bild 2: © Birk Noack ©
    Bild 3: © Birk Noack ©
    Bild 4: © Birk Noack ©

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Sachsen-Anhalt
LandkreisHarz
Ort06463 Falkenstein/Harz-Pansfelde
Lage:auf felsiger Bergzunge über dem Selketal
Koordinaten:51.682019°, 11.26487°

Objekte im Umkreis



Beschreibung

Die Burg Falkenstein zählt zu den eindrucksvollsten und besterhaltenen Burgen des Harzes. Die Höhenburg besitzt eine dreiseitige Kernburg mit westlicher Vorburg und ist durch Rondelle, Ring.- und Zwingermauern sowie Gräben geschützt. Insgesamt wird die Anlage durch die sieben Tore und fünf Zwinger gesichert. Auf der Hauptangriffsseite liegt die 4 m starke und 17 m hohe Schildmauer, dahinter der tropfenförmige Bergfried. In der Nordcke befindet sich der ehemalige Palas, der in romanischer Zeit nach Osten erweitert wurde. Die weiteren Bauten enthalten ebenfalls noch romanische Reste. Die Burgkapelle befindet sich im Erdgeschoss des Frauenhauses und wurde in spätgotischer Zeit umgebaut und eingewölbt.
Zwischen 1180/0 bis nach 1233 lebte Eike von Repgow, der Verfasser des Sachsenspiegels und der Sächsischen Weltchronik auf der Burg Falkenstein.

Drehort

Turm

Höhe 31 m
Durchmesser 8,5 m
Mauerstärke 2,5 m

Nutzung zwischen 1945 und 1990

  • Burgmuseum (1946)

Maße

Schildmauer Höhe 17 m, Mauerstärke 4 m

Besitzer

Grafen von Konradsburg
Herren von Falkenstein
Burchard V., der letzte Falkensteiner Graf, schenkt Burg und Herrschaft Falkenstein mit allem Zubehör dem Hochstift Halberstadt1332
Grafen von Mansfeld1427 als Pfand
Herren von der Asseburg1437–1945
Stiftung Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen–Anhalt1996

Historie

um 1120?erbaut
1155 ("comites de valkenstein")
1180/90bis nach 1233 Eike von Repgow, der Verfasser des Sachsenspiegels und der Sächsischen Weltchronik, lebt auf der Burg
1220/50Durchführung von Aus-/Umbauten
Ende 13./Anfang 14. Jh.Erweiterung der Burg um Zwinger- und Toranlagen
um 1460Umbau des Palas (Fachwerkbau an der Hofseite)
1470–91Errichtung der Fachwerkbauten im Nord- und Südflügel
1491Bau des Pförtnerhauses im ersten Zwinger
1575–1601Umbau im Stil der Renaissance, Errichtung des Rittersaals
1592Erhöhung des Bergfrieds
Ende 16./Anfang 17. Jh.Umbau zum Wohnschloss und Verwaltungssitz, Bau des grosen Treppenturms
1676Bau eines zweiten Treppenturms vor dem Nord-Flügel
1760–1800Abbruch von Brauhaus, Amtshaus und Stallgebäuden
Ende 18. Jh.Aufgabe der Burg als ständiger Wohnsitz
1800Öffnung der Burg für Besichtigungen
1835–39Neueinrichtung des Palas
1856Aufbau des Jagdsaales in Backstein über dem "Krummen Tor"
1909–12Restaurierung des Südflügels
1935–1936größere Renovierungsarbeiten
seit 1962Rekonstruktion der Aufbauten über dem Tor südlich der Kernburg
1990Instandsetzungsarbeiten
2008–10Sanierung des Bergfrieds

Quellen und Literatur

  • Frotscher,  Sven: Burg Falkenstein und Schloss Meisdorf,  Leipzig 1995
  • Korf,  Winfried: Burg Falkenstein,  Wettin-Löbejün 1997
  • Templin,  Hans-Gerhard: Burg Falkenstein. Große Baudenkmäler 452,  München 1993