Schöllanger Burg

Befestigungsrest


© Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage


Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Schwaben
LandkreisOberallgäu
Ort87561 Oberstdorf-Schöllang
Lage:ca. 1200 m sw Kirche Schöllang auf dem östlichen Illersteilhang
Lage in Google Maps:47.451659°, 10.28341°

Beschreibung


Erhalten: Teils verschliffene und von der heutigen Zufahrt durchbrochene Reste des vermutlich keltischen Abschnittswalls auf der Südseite des Burgplateaus. Mauerreste der hochmittelalterlichen Burgkapelle in den Nord- und Westwänden der heutigen St. Michael Kapelle erhalten.

Historie

1339 (Herren von Scheillnanch)
ca. 5.–3. Jh.v.Chr. vermutlich keltische Wall- und Grabenanlage
1351Ersterwähnung der Burgkapelle auf der "Burgk"
Anfang 15. Jh.Umgestaltung und Erweiterung der Burgkapelle für den gewachsenen Platzbedarf als Schöllanger Pfarrkirche
1579Blitzschlag zerstört den Kirchturm samt Glocken und Kirchendach
1580Reparatur mit neuer Glocke
1804die 1495 gebaute, bisherige Kapelle in Schöllang wird zur Pfarrkirche des Dorfes, während die bisherige Kirche auf dem Burgberg zur Kapelle herabgestuft wird, er Bergfriedhof um die Kapelle, oft als schönstgelegener des Oberallgäus bezeichnet, ist weiter für Verstorbene der umliegenden Dörfer in Benutzung

Besitzer

Herren von Scheillnanchvermutlich als Dienstmannen der Herren von Rettenberg
Herren von Heimenhofenab 1351 eventuell weiter Lehen an Herren von Schöllang
Hochstift Augsburg ab 1477 durch Kauf der Heimenhofer Besitzungen bis zur Säkularisation 1803

Maße

geschützte Hochfläche ca. 150 x 80 m

Kapelle

heutige St. Michael Kapelle (bis 1804 Pfarrkirche von Schöllang)

Literatur

Literatur zum Objekt

Heinrich Habel und Helga Himen (Bearb.), :

Denkmäler in Bayern - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band VII. Schwaben, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.),  München 1985

Literatur zu Objekten in der Umgebung

Gregg, Martin /  Haller,  Jürgen /  Hooly,  David /  Kata,  Birgit /  Klotz-Warislohner,  Gerhard /  Schmid,  Jürgen /  Weis,  Markus /  Zeune,  Joachim:

Langenegg – eine Ruine im Allgäu Baugeschichte – Erhaltung – Nutzung.  o. J.

Uhl, Stefan:

Die Burgruine Hugofels, in: Arx 17 (1995),1, S. 441-450. 1995

Zeune, Dr. Joachim:

Burgwanderweg Alt-Trauchburg. Verkehrsamt Weitnau (Hrsg.).  Weitnau 1998

Objekte im Umkreis von 5 Kilometern



BildNameOrtKreisArtDistance
BurgeggFischen-Au-Burgegg.OAverschwundene Burg0.77
ReichenbachOberstdorf-ReichenbachOAverschwundene Burg1.34
Hinang 
Hugnang
Sonthofen-AltstädtenOAverschwundene Burg2.68
Obermühlegg 
Gundelsberg
Ober-Mühlegg
Schlossköpfle
Schlossbühl
BolsterlangOAverschwundene Burg2.80
Untermühlegg 
Mühlegg
Schlossbichl
Bolsterlang-UntermühleggOAverschwundene Burg3.40
Burgschrofen 
Obermaiselstein
ObermaiselsteinOAangebliche/vermutete
Wallburg
3.79
Burgbichl 
Burgbühl
Oberstdorf-JauchenOAverschwundene Burg4.04
KierwangBolsterlang-KierwangOAverschwundene Burg4.57
PlattenbichlOberstdorfOAWallburg4.96

Galerie

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