Herzberg

Festung


Copyright © Dieter Thurm, Kleinostheim

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Kassel
LandkreisHersfeld-Rotenburg
Ort36287 Breitenbach (Herzberg)-Gehau
Lage:auf steiler Basaltkuppe (Hirschberg)
Geographische Lage:50.769395°, 9.459672°
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Beschreibung

Von der ursprünglichen Burganlage blieben nur wenige Keller und Mauerfundamente erhalten. Die heutige trapezförmige Festungsanlage besitzt vier große Eckrundtürme mit Kasematten und einen weiteren Rundturm am Zugang. Der östliche Eckturm besitzt zwei bewohnbare Fachwerkobergeschosse. Erhalten blieben auch die Außenmauern der Vorburg sowie am Tor ein quadratischer Turmstumpf mit Fachwerkobergeschoss.

Die Anlage gilt als größte Höhenburg Hessens.

Historische Funktion

Die Burg kontrollierte eine Heerstraße zwischen Hersfeld und Alsfeld.

Kapelle

Quelle: 2micha, cc-by-sa 3.0 (aus Wikipedia)
Die stark veränderte gotische Kapelle in der Hochburg stammt im Kern noch aus dem 13.Jh. Sie enthält noch Epitaphien der Herren von Dörnberg aus allen kunstgeschichtlichen Epochen.

Historische Ansichten





Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Heinrich von Romrodals Erbauer
der hessische Marschall Heinrich von Romrod übergibt sein „Hus Hirzberg“ dem Landgrafen Heinrich I. von Hessen und erhält es mit dem Öffnungsrecht als Lehen zurück1298
Berthold III. von Lißberg1343 oder 1344
Herren von Herzberg
Kunzmann von Falkenbergum 1392
die Burg fällt als erledigtes Lehen an die Landgrafen von Hessen zurück1441
bei einer Landesteilung gelangt die Burg an Landgraf Heinrich III. von Oberhessen1469
sein Hofmeister Hans von Dörnberg erhält die Burg mit dem halben Gericht Breitenbach zu Lehen, da er die andere Hälfte bereits als mainzisches Lehen besitzt, kann er das Gericht vereinigen1471 oder 1477 als Lehen
Baron von Dörnberg

Historie

Ende 13.Jh.erbaut
1298 („Hus Hirzberg“)
um 1370/71im Sternerkrieg vom hessischen Landgrafen vergeblich belagert
um 1480–1497Neubau als Festung unter Leitung des Festungsbaumeisters Hans Jakob von Ettlingen
1536Bau des Gerichtsturms
1563Errichtung des Renaissanceportals des Rittersaales
nach 1618mehrfache vergebliche Belagerung der Festung im Dreißigjährigen Krieg
1637im Dreißigjährigen Krieg ausgebrannt
um 1780die ruinöse Anlage wird auf Abbruch verkauft
1782–84teilweise abgebrochen
1788die Zugbrücke wird durch eine steinerne Brücke ersetzt
1826Abbruch des Bergfrieds
Anfang 19. Jh.Instandsetzungsarbeiten an Wohngebäuden und Rundturm
im 19./20. Jh.restauriert

Ansichten




Copyright alle Bilder © Dieter Thurm, Kleinostheim

Quellen und Literatur

  • Elmar, Brohl (2013). Festungen in Hessen. Deutsche Festungen 2, 1. Aufl., Regensburg
  • Knappe, Rudolf (1995). Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2. Aufl., Gudensberg-Gleichen
  • Sante, Georg Wilhelm (Hrsg.) (1976). Hessen. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 4, 3. Aufl., Stuttgart


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