Lindenfels

Schlierburg

Burgruine


© Walter Schmunk, Breuberg

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Hessen
Bezirk:Darmstadt
LandkreisBergstraße
Ort64678 Lindenfels
Adresse:Burgstraße
Lage:am Südrand der Stadt in Gipfellage über dem Dorf Schlierbach
Geographische Lage:49.682329°, 8.776939°
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Beschreibung

Die Burganlage besitzt eine zehneckige, fast kreisrunde Kernburg mit hoher Ringmauer, welche nach der Angriffsseite schildmauerartig verstärkt ist. Weiterhin blieben der hohe Giebel eines spätgotischen Wohnbaus, Teile der Burgkapelle sowie Fundamente und Keller erhalten. Der heute verschwunde Bergfried stand in der Mitte des Burghofes. Die Vorburg befindet sich an der SW-Seite der Anlage, von ihr blieben Teile der doppelten Mauer mit Ecktürmen erhalten.

Lindenfels ist die älteste weitgehend erhaltene Burg des Odenwaldes. In der Hofmitte erhob sich ursprünglich ein freistehender runder Bergfried.

Turm

Bergfried

Der Bergfried stand in der Mitte des Burghofs und ist durch eine Aufmauerung angedeutet.
Form:rund
Außendurchmesser:9,50 m
(max.) Mauerstärke:2,50 m

Kapelle

rechteckiger Kapellenbau an der Südseite der Kernburg, davon Ostseite und anschließende Hofecke in Resten erhalten

Historische Ansichten



Kupferstich von Matthäus Merian, 1645

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Abt Winither vom Kloster Lorschals Erbauer
Grafen von Lindenfels
Pfalzgraf Ludwig II.1277
Wittelsbacher
Hessen–Darmstadt1802

Historie

um 1080erbaut
um 1080 („Slirburc“)
1123 („Lindenfels“)
1356nach dem die Pfalzgrafen die Kurwürde erhalten hatten, wird die Burganlage verstärkt
Ende 14. Jh.Nutzung als Witwensitz der Pfalzgräfinnen
1503/04Lindenfels wird im Pfälzischen Erbfolgekrieg von Landgraf Wilhelm II. von Hessen eingenommen, jedoch nicht zerstört
1504Herzog Eberhard II. von Württemberg stirbt auf der Burg
nach 1648die im Dreißigjährigen Krieg nicht zerstörte Burg verfällt allmählich
1. Hälfte 18. Jh.die Burg ist noch teilweise von kurpfälzischen Beamten bewohnt und beherbergt noch eine kleine Garnison
1728Freigabe des Bergfrieds zum Abbruch
1781/89Abbruch der Burganlage, um Instandsetzungskosten zu sparen
ab 1880Durchführung erster Erhaltungsarbeiten
1912Durchführung von Grabungen
nach 1980laufende Sanierungsarbeiten

Ansichten




© Walter Schmunk, Breuberg

Quellen und Literatur

  • Biller, Thomas (2005). Burgen und Schlösser im Odenwald, 1. Aufl., Regensburg
  • Cremer, Folkhard (Bearb.) (2008). Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 1. Aufl., München
  • Horn, Michael / Lange-Horn,  Christina (1998). Die schönsten Burgen und Schlösser im südlichen Hessen, 1. Aufl., Gudensberg-Gleichen
  • Knappe, Rudolf (1995). Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2. Aufl., Gudensberg-Gleichen
  • Sattler, Peter und Marion (2004). Burgen und Schlösser im Odenwald, 1. Aufl., (.o.O.)
  • Steinmetz, Thomas (1998). Burgen im Odenwald, 1. Aufl., (.o.O.)


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Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

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LindenfelsLindenfelsStadtbefestigung0.37

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frei zugängliche Ruine
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