Lage























Leaflet | © OpenStreetMap
Land: | Deutschland |
Bundesland: | Hessen |
Bezirk: | Darmstadt |
Landkreis: | Groß-Gerau |
Ort: | 65428 Rüsselsheim |
Adresse: | Hauptmann–Scheuermann–Weg 4 |
Lage: | am Mainufer am nö Stadtrand |
Geographische Lage: | 49.994874°, 8.410858° |
Google Maps OpenStreetMap OpenTopoMap Burgenatlas |
Beschreibung
Die rechteckige Festungsanlage wird von einem Wall mit gemauerten Eskarpen umgeben. An den vier Ecken erhoben sich kasemattierte Geschütztürme, ein fünfter Turm deckte den Zugang zur Festung im Südwesten. Der spätgotische Torzwinger stammt vermutlich wie der Torturm noch aus dem 15.Jh. Die Ringmauer ist noch bis zu 4 m hoch erhalten. Die Innenseite der Festung war rundum bebaut. Im SO befand sich das Zeughaus, im Osten der Marstall und im NW ein Speicherbau.
Die Rüsselsheimer Festung zählt zu den besterhaltenen vierflügeligen Festungsanlagen nördlich der Alpen.
Erhalten: Wohngebäude, Torhaus, Kasematten
Die Rüsselsheimer Festung zählt zu den besterhaltenen vierflügeligen Festungsanlagen nördlich der Alpen.
Erhalten: Wohngebäude, Torhaus, Kasematten
Besitzer
Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Graf Dieter von Katzenelnbogen | als Erbauer |
---|---|
Grafen von Katzenelnbogen | |
Landgrafschaft Hessen | 1497 durch Erbgang |
Land Hessen | bis 1954 |
Stadt Rüsselsheim | 1954 |
Historie
um 1398/99 | erbaut |
---|---|
1399 | erwähnt |
1437 | Graf Johann erhält die kaiserliche Erlaubnis zum Weiterbau der Burg |
1453/54 | Ausbau der Burganlage, Verstärkung des festen Hauses mit einen halbrunden Turm und Palisaden |
um 1479 | Errichtung einer rechteckigen Ringmauer |
1493–1514 | Ausbau zur Landesfestung durch Hans Jakob von Ettlingen |
1534 | Verbreiterung der Kurtinen durch einen Gang und eine neue Außenmauer durch Landgraf Philipp der Großmütige |
1547 | nach der Gefangennahme des Landgrafen Philipp in der Schlacht bei Mühlberg muss die Festung dem Kaiser übergeben werden, teilweise Schleifung der Festung |
1560–63 | Wiederaufbau |
17. Jh. | weitere Verstärkung der Festung |
1688/89 | Besetzung der Burg durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg beim Abzug der Truppen erfolgt die Sprengung der Eckrondelle |
nach 1954 | saniert |
1991/93 | archäologische Grabungen |
ab 1999 | Sanierung der Anlage |
2004–2006 | Restaurierung der östlichen Turmruine |
Objekte im Umkreis von 5 Kilometern
Name | Ort | Art | Distanz (km) | Bild |
---|---|---|---|---|
85 Verna (Rüsselsheim) | Rüsselsheim | ![]() | 0.31 | ![]() |
Palais Verna (Rüsselsheim) | Rüsselsheim | ![]() | 0.50 | ![]() |
Flörsheimer Warte | Flörsheim am Main-Wicker | ![]() | 2.83 | ![]() |
Wasserburg Haßloch | Rüsselsheim-Haßloch | ![]() | 3.51 | |
Herrenhaus Bischofsheim | Bischofsheim (Mainspitze) | ![]() | 3.91 |
Quellen und Literatur
Cremer, Folkhard (Bearb.): Hessen II: Regierungsbezirk Darmstadt. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, München 2008 |
Dursthoff, Lutz (Redaktion): Die deutschen Burgen und Schlösser in Farbe, Frankfurt am Main 1987 |
Elmar, Brohl: Festungen in Hessen. Deutsche Festungen 2, Regensburg 2013 |
Maul, Bärbel / Becker, Thomas, Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Südhessens einzige Festung - Archäologie in der Rüsselsheimer Verteidigungsanlage, in: Denkmalpflege & Kulturgeschichte 3-2020, S.18ff, Wiesbaden 2020 |
Ottersbach, Christian: Frankfurt & Rhein-Main - Burgen und Schlösser in und um Aschaffenburg, Darmstadt, Mainz, Taunus und Wetterau, Petersberg 2010 |