Droyßig

Schloss


Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Bezirk:Halle
Burgenlandkreis
Ort06722 Droyßig
Adresse:Schlossstraße
Lage:über dem Ort
Geographische Lage:51.043118°, 12.030062°
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Beschreibung

Ovale Höhenburg mit doppeltem Mauerring, fünf (ursprünglich wohl sechs) halbrunde Flankierungstürme, dreigeschossige Gebäude, achteckiger Treppenturm

Ovale, regelmäßige Höhenburg mit teilweise doppeltem Mauerring und fünf (ursprünglich sechs) halbrunden Flankierungstürmen und breitem Graben. Hufeisenförmig auf der Sockelzone angeordnete dreigeschossige Wohngebäude um kleinen Hof. Achteckiger Treppenturm mit rundbogigem Rustikaportal. Klassizistisches Treppenhaus im sw Flankierungsturm. SW vorgelagert zweigeschossiger, unregelmäßig rechteckiger Wohnbau. Bedeutendster Bauteil ist die an der O-Seite der Anlage über dem zugeschütteten Graben errichtete Schlosskapelle, die unvollendet blieb. Die Schlosskapelle ist ein freistehender breiter Rechteckbau zu vier Achsen mit dreiseitigem Ostabschluss. Die Außenfront besitzt eine reiche, dreigeschossige Gliederung.

Kapelle

1622 begonnen, in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges nicht vollendet, repräsentiert unverfälscht den norddeutschen bzw. niederländischen Manierismus, seit 1996 Restaurierung der Kapelle

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Herren von Droyßigals Erbauer
Orden des Heiligen Grabesum 1215 als Schenkung von Albert von Droßig
Markgrafen von Meißenbis 1344
Grafen von Orlamünde1344
Herren von Bünau1413
Herrenspäter Freiherren bzw. Grafen
Fürsten von Reuß–Ebersdorf1791 durch Heirat
Fürsten von Schönburg–Waldenburg1839, 1945 im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet

Historie

12./13.Jh. für die Herren von Droyßig errichtet
13.Jh.erwähnt
1605Erwähnung eines „hohen runden starken Turms“ inmitten der Anlage
1617/56grundlegende Umgestaltung unter Christian Julius von Hoym
Anfang 19. Jh.Veränderung der Anlage, Verbindung des Wohnbaus mit dem sw Flankierungsturm
nach 1863Abbruch fast aller Gebäude vor dem Schloss, Schloss und Kavaliershaus erhalten barocke Fassaden

Ansichten




Quellen und Literatur

  • Schwineköper, Dr. Berent (Hrsg.) (1987). Provinz Sachsen Anhalt. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 11, 2. Aufl., Stuttgart
  • Wirth, Hermann, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) (2009). "Schloss Droyßig" oder "Burg Droyßig"? - Erkundungen zu einem baugeschichtlich hoch beachtlichen Feudalsitz in Mitteldeutschland, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 2/2009, S. 111ff, 1. Aufl., Braubach/Rhein


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Nutzung
Restaurant
Veranstaltungen in der Schlosskirche und im Schlosspark
Externe Links
 Schloss Droyßig
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Letzte Änderung
Nov
27
2019