Eckartsburg

Burgruine


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Sachsen-Anhalt
Bezirk:Halle
Burgenlandkreis
Ort06648 Eckartsberga
Adresse:Burgweg 13b
Lage:auf einem Ausläufer des Finne-Höhenrückens
Geographische Lage:51.12131°, 11.55935°
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Beschreibung

Die zweiteilige regelmäßige Anlage wurde durch ein eindrucksvolles Wallgrabensystem geschützt. Die rechteckige Kernburg von ca. 65 x 30 m besitzt kastellartigen Charakter mit Randbebauung. Die Ringmauer mit dem Jungfernturm ist fast vollständig erhalten. Im Osten befindet sicht das Torhaus mit gewölbter Durchfahrt. Über den teilweise abgebrochenen romanischen Wohnturm in der NW-Ecke wurde im 13.Jh. ein dreigeschossiger Bergfried aufgesetzt. Südlich daneben liegt der romanische Palas mit Kaminresten im Obergeschoss. In der Vorburg befinden sich das romanische Torhaus und der frühgotische „Gefängnisturm“, ein Bergfried von 7 m Seitenlänge und 22 m Höhe.

Herkunft des Namens

Nach Ekkehard I., Markgraf von Meißen, dessen Burg jedoch nicht an der Stelle der heutigen Eckartsburg lag.

Türme

Bergfried

Form:rechteckig
Höhe:22,00 m
Höhe des Eingangs:9
(max.) Mauerstärke:2,30 m

Bergfried

Der Turm springt in 16 m Höhe auf 7 x 7 m zurück.
Form:quadratisch
Höhe:22,00 m
Höhe des Eingangs:9
(max.) Mauerstärke:2,30 m

Kapelle

Um 1200 bestand bereits eine Kapelle, von der heute keine Reste mehr erhalten sind.

Maße

Wohnturm 10,3 x 10,3 m
Höhe ca. 30 m

Historische Ansichten



Ansicht der Burg von Norden, 1.Hälfte 19.Jh.

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Landgrafen von Thüringen?als Erbauer
Heinrich V. belehnt Ludwig den Springer aus dem Geschlecht der Ludowinger mit der Burg1121
Herren von Thüngen1364
Dietrich Echter von Mespelbrunn1596
Herren von DalbergMitte 17. Jh.
Hochstift Würzburg1719–1802
Bayern1802
Preußenab 1815
Stiftung Schlösser und Burgen des Landes Sachsen–Anhalt1996
Kulturstiftung Sachsen–Anhalt

Historie

vor 1121erbaut
1299erwähnt
12./13. Jh.Ausbau der Burganlage durch die Landgrafen von Thüringen
1185–1208mehrfach Aufenthaltsort der Landgrafen
1247Eroberung und Zerstörung der Burg durch Markgraf Heinrich der Erlauchte
2. Hälfte 13. Jh.Ausbau der Anlage
Mitte 15. Jh.weiterer Ausbau der Anlage
1457–62Verbannungsort der Anna von Österreich, der Gemahlin Herzog Wilhelms III. von Sachsen
im 17. Jh.verfallen
nach 1802Nutzung als Steinbruch
1819–1821Restaurierung des Bergfrieds
1855/56Reparatur des Jungfernturms
1861Einrichtung einer Gaststätte
1901Ausgrabungen
1913Freilegung eines Rundturms von 9 m Durchmesser im Osten der äußeren Vorburg
1964Restaurierung des Bergfrieds
1991–1998Restaurierung der Ruine
1992Durchführung von Ausgrabungsarbeiten
1997/98Sanierung und Umbau des Palas

Ansichten




Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris

Quellen und Literatur

  • Pantenius, Michael (2010). Burgen in Sachsen-Anhalt, 1. Aufl., Halle/Saale
  • Schmitt, Reinhard (1993). Die Eckartsburg. Große Baudenkmäler 445, 1. Aufl., München
  • Schmitt, Reinhard, Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Burgenvereinigung e.V. (Hrsg.) (2014). Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Eckartsburg, Burgenlandkreis, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 23/2014, S. 75ff, 1. Aufl., Halle/Saale
  • Wirth, Hermann, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) (1998). Eine Burg hat ein legendäres 1000-jähriges Jubiläum: Die Eckartsburg in Sachsen-Anhalt, in: Zeitschrift „Burgen und Schlösser” 98/II, S. 94ff, 1. Aufl., Braubach/Rhein


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Nutzung
Gaststätte
kleines Burgmuseum
Externe Links
 Eckartsburg
 Kulturstiftung Sachsen-Anhalt