Arnstein

Burgruine


© Birk Ecke

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Sachsen-Anhalt
LandkreisMansfeld-Südharz
Ort06333 Arnstein-Harkerode
Lage:auf einem nach drei Seiten steil in das Einetal vorspringenden Felsrücken am Ortsrand von Harkerode
Geographische Lage:51.684124°, 11.410525°
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Beschreibung

Burganlage mit romanischen Bauteilen, gotischer Umbau, viergeschossiger Wohnturm mit angebauten runde Bergfried

Die Ruine der Höhenburg liegt auf einem ins Einetal vorspringenden Felsrücken an der alten Harzrandstraße Wernigerode-Eisleben. Die heutige Anlage besitzt eine kastellförmige Gestalt mit zwei noch erkennbaren Ecktürmen. Die gotische Burgkapelle befindet sich eventuell an der Stelle des NW-Turmes. Auffälligstes Bauwerk der Burg ist der ehemals drei- heute viergeschossige wohnturmartige Palas mit dem sw Eckturm. An der W-Seite befindet sich ein Treppenturm.

Kapelle

eine Kapelle wird 1509 erwähnt, vor 1636 modernisiert, nur Mauerreste erhalten

Maße

Wohnturm 10,3 x 19,7 m, Höhe ca. 20 m

Historische Ansichten



Bild 1: Ansicht der Burg von NW, aus: Duncker, Alexander, „Die ländlichen Wohnsitze, Schlösser und Residenzen der ritterschaftlichen Grundbesitzer in der Preussischen Monarchie.“
Bild 2: Ansicht der Burg von Süden, August Stapel, 1839
Bild 3: Grundriss der Burg von Franz Erbrecht, 1850


Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Walter von Arnstein?als Erbauer
Herren von ArnsteinEnde 13. Jh. ausgestorben
Grafen von RegensteinMitte 14. Jh.
Grafen von Mansfeld1387
Freiherren von Knigge1687–1945
Gemeinde Harkerode1945
Stadt Arnstein

Historie

um 1130?erbaut
1135 (Walther von Arnstedt)
1159 („Arnisteyn“)
nach 1387Umbau im gotischen Stil
um 1519/30Neubau eines dreigeschossigen Gebäudes über älterem NO–Turm unter Graf Hoyer VI.
um 1563/86Ausbau der Burg unter Graf Johann Albrecht, u.a. neues Sommerhaus im westlichen Zwinger und Neubau der Kapelle
1723das Schloss ist in einem ruinösen Zustand
1737/40Reparaturen am Palas
1789Hauptbau bis auf Reste eingefallen
um 1846Restaurierung des Palas durch die Freiherren von Knigge, Anbau eines Altans auf der Südseite
nach 1945verfallen
seit 1992Freilegungs- und Reparaturarbeiten
2000/01Sanierung der südlichen und östlichen Palaswand
2012weitere Sanierungsarbeiten

Ansichten




Quellen und Literatur

  • Pantenius, Michael (2010). Burgen in Sachsen-Anhalt, 1. Aufl., Halle/Saale
  • Schmitt, Reinhard, Deutsche Burgenvereinigung (Hrsg.) (2001). Zur Geschichte und Baugeschichte der Burg Arnstein, Kreis Mansfelder Land, in: Burgen und Schlösser in Sachsen-Anhalt 10, S. 33ff, 1. Aufl., Braubach/Rhein
  • Sieber, Helmut (1958). Burgen in Mitteldeutschland. Burgen - Schlösser - Herrensitze, 1. Aufl., Frankfurt/Main


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Nutzung
frei zugängliche Ruine