• Bild 1: Quelle: Dallu, cc-by-sa 3.0 (aus Wikipedia)
    Bild 2: alte Ansicht nach Merian, 1652 ©
    Bild 3: Lithographie von Alexander Duncker, 1863/64, Hofseite des Schlosses ©

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Brandenburg
LandkreisUckermark
Ort17268 Boitzenburger Land
Adresse:Templiner Straße 13
Lage:sw des Ortes auf einer Halbinsel am Tytzensee
Koordinaten:53.260615°, 13.603064°

Objekte im Umkreis



Beschreibung

Die ehemals markgräfliche Burg war Zentrum der uckermärkischen Landvogtei und damit Wohnsitz des Landvogtes. Die Anlage wurde außerhalb des Ortskerns auf einer Insel des ehemaligen Tytzen-Sees errichtet. Der Burgbereich diente bereits der slawischen Bevölkerung als Zufluchtsstätte. Das heutige Schloss, eines der größten Adelsschlösser der Mark, beeinhaltet noch Reste der Burganlage. Das Gesamtbild prägende Bauteile sind der hochgelegene Renaissanceflügel (Oberhaus) im Westen der Anlage und das dreiseitige Unterhaus um einen Ehrenhof, welches im Tudor-Stil umgebaut wurde.
Um 1250 gelangte die Uckermark an die Markgrafen von Brandenburg. Das Schloss Boitzenburg ist urkundlich als Burganlage erst 1276 erwähnt. Vermutlich ist es jedoch älter, da bereits 1240 ein pommerscher Truchseß "Johann von Boycenburch" genannt wird. Bis 1528 war die Anlage Schutzburg für Gemeinden von verschiedenen Adelsgeschlechtern. 1528 kommen im Verlauf etlicher Herrschaftswechsel die von Arnim in den Besitz von Boitzenburg und behalten ihn bis 1945 bei. Das heutige Schloss, eines der größten Adelsschlösser der Mark, beeinhaltet noch Reste der Burganlage. Das Gesamtbild prägende Bauteile sind der hochgelegene Renaissanceflügel (Oberhaus) im W der Anlage und das dreiseitige Unterhaus um einen Ehrenhof, welches im Tudor-Stil umgebaut wurde.

Nutzung zwischen 1945 und 1990

  • Erholungsheim für Mitglieder der Nationalen Volksarmee (1955)

Besitzer

Familie von Arnim1528
Joachim Dietlof von Arnim– 1945 enteignet

Historie

1240 (Johann von Boyceneburch)
1276 („castrum Bonceneborch“)
1439Erwähnung von Bauarbeiten auf der Burganlage im Auftrag des Markgraf Friedrich
Mitte 16. Jh.Errichtung des Oberhauses
2. Hälfte 16. Jh.Anbau des Unterhauses
1618/48Beschädigungen und Plünderungen während des Dreißigjährigen Krieges
1732–40barocker Ausbau des Unterhauses durch Georg Dietloff von Arnim
1838–42Umgestaltung des Unterhauses im Tudor-Stil nach Entwürfen Friedrich August Stüler
1881–84Umgestaltung des Unterhauses im Stil der Neorenaissance durch Carl Doflein
1949Zerstörung des Dachstuhles des Unterhauses bei einem Brand
1951entstellender Umbau des Marstallgebäudes
1999–2003restauriert
2003Eröffnung des Kinder- und Jugendhotels

Quellen und Literatur

  • Beeskow,  Angela: Boitzenburg. Schlösser und Gärten der Mark, Deutsche Gesellschaft e.V. (Hrsg.),  Berlin 1994
  • Bluhm,  Beatrix /  Stahl,   Hans-Joachim /  von Heydebrand,   Detlev: Schloss Boitzenburg in der Uckermark: Zur Geschichte und Gegenwart des Schlosses und seiner Parkanlage 2011
  • Lüdemann,  Jo: Burgenführer Brandenburg 2001