Plattenburg

Wasserburg


© Torsten Foelsch

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Brandenburg
Bezirk:Brandenburg
LandkreisPrignitz
Ort19336 Plattenburg-Kletzke
Adresse:Auf der Burg 1
Geographische Lage:52.958414°, 12.031537°
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Beschreibung

Anlage um zwei getrennt liegende Höfe, Bischofsbau (ehemaliger Palas), Wohnflügel, Bergfried, Knappenhaus

Die Anlage gliedert sich in einen Wohnkomplex (Oberburg) und einen Wirtschaftskompex (Unterburg) mit südlich daran anschließender Vorburg. Der Wohnkomplex besteht aus dem Bischofsflügel mit vorgelagerter Terrasse und dem rechtwinklig anschließenden Wohnflügel mit Turm. Der Wirtschaftskomplex besteht aus dem Knappenhaus (auch Wasch- und Rollhaus), dem Stallgebäude und dem ehemaligen Brau- und Backhaus (seit 1719 Kapelle). Die gesamte Anlage wird von Wällen und doppelten Gräben umschlossen und gehört zu den größten erhaltenen Wasserburgen Norddeutschlands.

Kapelle

Die Kapelle wird 1714 im Back- und Brauhaus eingerichtet und 1886/87 umgebaut.

Nutzung zwischen 1945 und 1990

Kinderferienlager der Deutschen Reichsbahn (1959-1990)

Historische Ansichten



die Burg von Süden, 1861, Farblithographie von C.G. Gemeinert

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Markgrafen von Brandenburgals Erbauer
Bischöfe von Havelberg1319–1548
Matthias von Saldern erhält Burg und Herrschaft als erb– und eigentümliches Lehen1560
Sieghard von Saldern1925, 1945 im Rahmen der Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone enteignet

Historie

nach 1147erbaut
1319 (Markgraf Waldemar verkauft sie an den Bischof Reiner von Havelberg)
13. Jh.Ausbau der Anlage zu einer festen landesherrlichen Burg
1585Brand des runden Bergfrieds
1600–1609Neuausstattung der Oberburg im Stil der Spätrenaissance durch Burchard von Saldern
1675Belagerung der Burg durch schwedische Truppen
1724Bau des Fachwerkflügels durch Johann Jakob Müller
1861–1865neugotischer Umbau der Oberburg durch Friedrich August Stüler Bau des Turms, Ausbau des Burginnerns
1883Brand des Burgturms, er wird erhöht wiederaufgebaut
1945Teile der Vorburg werden zur Baumaterialgewinnung abgetragen
1991Gründung des Fördervereins Plattenburg, Beginn der Sanierungsarbeiten
1997Rekonstruktion der Freitreppe
2003Restaurierung des Rittersaals
2004Gründung der Stiftung Plattenburg

Ansichten



Bild 1: © Torsten Foelsch Bild 2: © Torsten Foelsch Bild 3: © Torsten Foelsch

Quellen und Literatur

  • Foelsch, Torsten, Deutsche Gesellschaft e.V. (Hrsg.) (1994). Plattenburg. Schlösser und Gärten der Mark, 1. Aufl., Berlin
  • Foelsch, Torsten, Kreisverwaltung des Landkreises Prignitz (Hrsg.) (1997). Adel, Schlösser und Herrenhäuser in der Prignitz, 1. Aufl., (.o.O.)
  • Lüdemann, Jo (2001). Burgenführer Brandenburg, 1. Aufl., (.o.O.)


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Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtEntfernung(km)Bild
NameOrtArtEntfernung(km)Bild
Kletzke 
Neue Burg
Plattenburg-KletzkeWasserburgruine4.29
KletzkePlattenburg-KletzkeGutshaus4.33
GrubeBad Wilsnack-GrubeGutshaus4.82

Nutzung
Museum
Gästehaus
Burgcafé
Veranstaltungszentrum
Standesamt
Externe Links
 Burgkeller Plattenburg
 Plattenburgspektakel