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Burghausen

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
84489 Burghausen
Adresse
Burg Nr. 48
Lage
auf langgestreckten Bergrücken über Burghausen
Koordinaten
48.16199°, 12.83147°

Beschreibung

Mit ihren 1051 Metern Länge ist sie eine der imposantesten Burganlagen der Welt und zudem eine großartige Leistung mittelalterlichen Burgen- und Wehrbaus. Sie besteht aus sechs für sich abgeschlossenen Höfen, die durch Tore, Gräben und Zugbrücken gesichert waren.

Längste Burganlage Europas. Burghausen war seit 1255 Zweitresidenz der niederbayerischen Herzöge und Hofhaltung ihrer Gemahlinnen.


Maße
Länge der Anlage ca. 1.051 m
Mauerstärke der Schildmauer 3 m


Bergfried

Der alte romanische Bergfried stürzte 1482 ein. Der heutige Bergfried besitzt eine Wehrplatte in Höhe des fünften Stockwerks mit erhalten gebliebenem Schirm und Schießkammern
Zustand:erhalten
Zugänglich:nein
Form:halbrund
Anzahl Geschosse:7


Kapelle

Patrozinium:St. Elisabeth
Beschreibung:innere Burgkapelle St. Elisabeth

Außenansicht

Hedwigskapelle
Patrozinium:St. Maria
Beschreibung:spätgotische Burgkapelle St. Maria (Hedwigskapelle) im vierten Vorhof, unter Herzog Georg dem Reichen und seiner Gemahlin Hedwig zwischen 1479 und 1489 erbaut

Außenansicht

Park
Pfistergartl, Zwingeranlagen, Weinberg, Rosarium, unter den Aspekten der Geschichte und Geologie

Historie

9./10.Jh? vermutlich als Ungarnrefugium errichtet
1147 („castro Pruchusin“)
1025die Schenkung des „curtis Purchusen“ an das Erzbistum Salzburg wird von Kaiser Konrad II. widerrufen
um 1130vermutliche Erbauungszeit der hochmittelalterlichen Burganlage
1233/46eventuell Zerstörung der Burg in den Kämpfen zwischen den Herzögen von Baiern und Österreich
1255–1290Errichtung eines Neubaus unter Herzog Heinrich XIII. von Niederbaiern
um 1330Verbindung des Stadtberings mit dem Burgbering
ab 1392Ausbau der Burg bis zur heutigen Ausdehnung
Ende 15.Jh.Neubefestigung der fünf Abschnittsburgen (Baumeister Ulrich Pesnitzer)
1450–1479Ausbau des Palas und des Kemenatenstocks unter Herzog Ludwig dem Reichen
1479–1503Ausbau der Burg zur Landesfestung unter Herzog Georg dem Reichen
1479–1503Ausbau zur Landesfestung
nach 1482Neubau des Bergfrieds mit Schildmauer; Bau von Eggenbergturm und äußerer Burgkapelle
1494Errichtung des Georgstors zur Inneren Burg
um 1500spätgotischer Umbau des Palas
nach 1504/05nach dem Landshuter Erbfolgekrieg verliert die Burg ihre politische Bedeutung als Wittelsbacher Zweitresidenz
2.Hälfte 16.Jh.Umbauten am Elsbethentor; Erweiterung des Kemenatenstocks
1620/28 und 1643Anlage von Außenwerken am Nord-Ende der Burg
1742/44Einnahme der Burg durch die Österreicher; Rückeroberung durch bairische Freischaren
1763die Hauptburg dient als Garnisonssitz
1806/09Abbruch des Schüttkastens und Einebnung der Außenbefestigungen auf Befehl der französischen Besatzung; Privatisierung von Teilen der Burg
1825Auffüllung des Halsgrabens am Nord-Ende
1886Abbruch des Traidkastens
1896–1912Restaurierung der Inneren Burg; Einrichtung der Staatlichen Gemäldesammlung im Palas
1949Einrichtung des Heimatmuseums im Kemenatenbau
1960/61Errichtung der Jugendherberge anstelle des Traidkastens

Wappen
Burghausen

Besitzer

ErbauerGrafen von Burghausen
um 1164/1168 nach dem Aussterben der Grafen von Burghausen Übergang an den Welfenherzog Heinrich den Löwen
Ende 12. Jh. Wittelsbacher
Herzöge von Niederbaiern
Bayerische Schlösserverwaltung

Sonnenuhr



Literatur und Quellen

  Bernstein, Martin / Käppner,  Joachim: Stolze Festungen und verwunschene Ruinen - Ausflüge zu Burgen in München und der Region, München 2009
  Charlier, W.: Eine frühe Wehrmauer auf dem Burgberg zu Burghausen, in: Das archäologische Jahr in Bayern 1989, S. 151f, Stuttgart 1989
  Schmid, Elmar D., Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen (Hrsg.): Burg zu Burghausen, 10.0. Aufl., München 1982
  Vornehm, Peter, Stadtbibliothek Koblenz (Hrsg.): Burghausen - Kurzführer, 3.00. Aufl., Koblenz 1995
  Weithmann, Michael W., Bezirk Oberbayern (Hrsg.): Inventar der Burgen Oberbayerns, 3.00. Aufl., (o.O.) 1995
  Weithmann, Michael: Ritter und Burgen in Oberbayern, (o.O.) 1999


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