Alternativname(n)
Frauenberg, Maria Himmelfahrt, Helmgeresberg
Lage
Land: | Deutschland |
Bundesland: | Bayern |
Bezirk: | Niederbayern |
Landkreis: | Deggendorf |
Ort: | 94491 Hengersberg |
Adresse: | Frauenbergstraße 11 |
Lage: | auf einer 22 m hoch aus der Donauebene ragenden, nach Norden, Westen und Süden steil, nach Osten flacher abfallenden Perlgneis-Felsenhöhe |
Geographische Lage: | 48.772296°, 13.047439° |
Google Maps OpenStreetMap OpenTopoMap Burgenatlas |
Beschreibung
Ursprünglich Helmgeresberg genannt, an der sich die Siedlung Hengersberg entwickelte. Sein ca. 1000 m² großes, angenähert rundes Gipfelplateau wird von einer Umfassungsmauer begrenzt, innerhalb derer die heutige Frauenkirche steht. Östlich grenzt an die Mauer ein nach Norden hin deutlicher Halsgraben, dessen Südteil ab einschließlich der Zufahrt zum Plateau in den angrenzenden Privatgrundstücken verfüllt ist. #I#nsbesondere 2012 erfolgte Ausgrabungen bestätigen alte schriftliche Aufzeichnungen einer um das Jahr 1000 errichteten Rundkirche (Rotunde) mit vier Altarnischen, Außendurchmesser 14 m. Gleichzeitig erwähnen die entsprechenden historischen Aufzeichnungen eine Burg um die Kirche (die heutige Begrenzungsmauer ist allerdings neueren Datums), wozu der Halsgraben und auch ein Brunnen (inzwischen verfüllt) passen. #E#inige bisher auf den Rohrberg interpretierte Quellen zu einer Burg um 1200 könnten daher eigentlich auf den Frauenberg bezogen gewesen sein, der sich von seiner Form für eine Befestigung wesentlich besser eignete.
Erhalten: Halsgraben, unterirdische Fundamentreste, verfüllter Brunnen
Erhalten: Halsgraben, unterirdische Fundamentreste, verfüllter Brunnen
Reliefansicht im BayernAtlas
Besitzer
Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Grafen von Bogen | als Erbauer |
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Kloster Niederalteich |
Historie
um 1000 | Rodung des Frauenberges durch das Kloster Niederaltaich und Bau einer befestigten Rundkirche mit Stift für Kanoniker des Klosters Niederaltaich, sowie als vor Donauhochwasser sicherem Friedhof. Gleichzeitig entsteht der Ort Hengersberg (1009 Marktrecht) |
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Um 1200 | zeitweise verliert das Kloster Niederaltaich die Burg im Zuge von Auseinandersetzungen zwischen den Grafen von Bogen und von Ortenburg, in denen Kirche und Burg beschädigt worden sein könnten |
nach 1212/1213 | Abriss der Burg nach Rückerwerb durch das Kloster, um ihren zukünftigen Missbrauch zu vermeiden |
1262 | Weihung einer konventionell gestalteten Kirche als Ersatz für die vorher abgerissene Rundkirche, erneut durch Kloster Niederaltaich, Entwicklung zur beliebten Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt mit weiterem spätgotischem Um–/Neubau und barocker Umgestaltung im 18. Jahrhundert |
1812 | stark verfallen und verkauft, jedoch durch Hengersberger Bürger gerettett |
bis 2016 | Durchführung einer mfassenden Außen- und Innensanierung |
Ansichten
Objekte im Umkreis von 5 Kilometern
Quellen und Literatur
Bosl, Dr. Karl (Hrsg.): Bayern. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 7, 3. Aufl., Stuttgart 1981 |
Pätzold, Johannes, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, Kallmünz 1983 |
Schmotz, Karl: Die frühromanische Burgrotunde von Hengersberg, Rahden 2014 |