trapezförmige Anlage, Zugang von Süden in den äußeren Burghof, ursprünglich Wohnbau in der NO-Ecke, quadratischer Bergfried an der höchsten Stelle an der SO-Seite, in geringem Abstand parallel dazu der quadratische „Getreidekasten"Erhalten: Bergfried, Teile des BeringsAuch Haus Murach genannt, was auf eine frühe Befestigung eines Hauses für Dienstmannen schließen lässt. 1188 ging die Burg und Herrschaft an die Grafen von Ortenburg über, die sich später Grafen von Murach nannten. Unter dieser Zeit dürfte die Burg ihre Blüte gehabt haben. In dem zeitgenössischem Lied „Vom Hussenkrieg ein Gesang“ berichtet 1433 Ott Ostmann, daß die Burg den Angriffen der Hussiten stand gehalten hat. In der dritten Strophe heißt es: „ Sie zogen gen Murch für das hauß, man schoß und wurff zu Ihnen heraus, mit Büchsen und mit Pfeilen, so das die bösen Husserer von dannen mußten eilen. Im dreißigjährigem Krieg wurde die Burg stark beschädigt und ab 1803 auf Abbruch verkauft. Die Ruine zeigt sich heute schön gelegen, mit dem 20 Meter hohen quadratischen Bergfried, dessen ursprünglicher Eingang in ca. 5 Metern Höhe war. Zahlreiche Mauerreste zeugen von der ursprünglichen Größe. (© Michael Fleischmann http://www.neunburgerinfo.de)