Kallmünz

Burgruine


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Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Oberpfalz
LandkreisRegensburg
Ort93183 Kallmünz
Lage:ca. 100 m über dem Ort in beherrschender Lage über dem Zusammenfluss von Naab und Vils
Geographische Lage:49.162414°, 11.951848°
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Beschreibung

Spätgotischer Zwinger und Torbau, turmbewehrter innerer Bering, spätromanischer Bergfried und Palas mit gekuppelten Rundbogenfenster und dreiteiligen Spitzbogenfenstern

Der Zugang zu der großen Burganlage erfolgt über ein spätgotisches Torgebäude im N. Die Zugangsseite wurde gegen den Berghang über einen heute verflachten Halsgraben und einen spätgotischen Zwinger mit Mauerturm geschützt. Die Ringmauer besitzt ebenfalls halbrunde Mauertärme. An der höchsten Stelle der Burganlage steht der runde Bergfried mit einem rundbogigen Eingang an der S-Seite. An der SO-Seite liegen der unregelmäßig mehreckige Palas mit spätromanischen rundbogigen Arkadenfenstern im Obergeschoss und die rechteckige Kapelle. Der Palas ist durch eine Scheidemauer zweigeteilt. Auf dem Schlossberg befindet sich ebenfalls ein frühgeschichtlicher Abschnittswall innerhalb einer vorgeschichtlichen Wallanlage.

Turm

Bergfried

Form:rund
Höhe:18,00 m
Außendurchmesser:9,50 m
Höhe des Eingangs:8
(max.) Mauerstärke:2,30 m

Kapelle

Reste der Kapelle sind noch erhalten.

Reliefansicht im BayernAtlas

Maße

Mauerstärke der Ringmauer ca. 1,2 m

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Grafen von Sulzbachals Erbauer
Wittelsbacher1188
Kaiser Ludwig der Baier verpfändet die Burg erst an Regensburg, dann an die Landgrafen von Thüringen und an die Landgrafen von Hessen1344
Einlösung des Lehens durch die Oberbayern1459
Fürstentum Pfalz–Neuburg16. Jh.
Gemeinde KallmünzEnde 18. Jh.

Historie

um 1250 für die Grafen von Sulzbach errichtet
1271 (Hugo von Kallmünz)
1329erwähnt
um 1250frühgotischer Ausbau
1504Zerstörung der Burg im Landshuter Erbfolgekrieg durch pfälzische Truppen, anschließend Wiederaufbau
1633teilweise Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg durch kaiserliche Truppen
1641endgültige Zerstörung der Burg im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Truppen
seit Anfang 19. Jh.Erhaltungsmaßnahmen
2018Beginn von Sanierungsarbeiten am Bergfried

Ansichten




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Quellen und Literatur

  •  (2004). Amberg und das Land an Naab und Vils. Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland 44, 1. Aufl., Stuttgart
  • Boos, Andreas (1998). Burgen im Süden der Oberpfalz, 1. Aufl., Regensburg
  • Drexler, Jolanda / Hubel,  Achim (Bearb.) (1991). Bayern V: Regensburg und die Oberpfalz. Georg Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 1. Aufl., München


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Nutzung
frei zugängliche Ruine