Nutzung
  • Privatbesitz
  • Wohnanlage


Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
89233 Neu-Ulm-Reutti
Adresse
Auf dem Berg
Lage
östlich über dem Ort auf dem Schlossberg
Koordinaten
48.36245°, 10.07328°

Beschreibung

ehemaliger Patrizier-Landsitz, dreigeschossiger Bau mit Mansarddach und Ecktürmchen an der Westseite, oktogonaler Turm mit welscher Haube, Anlage ursprünglich von Gräben umgeben


Kapelle

Beschreibung:1683 wird eine katholische Schlosskapelle eingebaut, die bis 1800 besteht.


Historie

11.Jh. für die Grafen von Kirchberg errichtet
1550Errichtung eines Neubaus für Konrad Roth
1552im Markgrafenkrieg zerstört
bis 1554 Wiederaufbau
18.Jh.Errichtung des Mansarddaches
1889Zerschlagung des Gutes und Versteigerung des Inventars
nach 1914renoviert
Mai 1945Requirierung durch amerikanische Truppen
bis nach 1970Nutzung als Internat mit Lehrwerkstätten
nach 1978Renovierung und Einbau von Eigentumswohnungen

Besitzer

ErbauerGrafen von Kirchberg
13. Jh. als Lehen Ulmer Patrizier
bis 1390 als Lehen Familie Halle
bis Mitte 15. Jh. als Lehen Familie Karg
bis 1802 Herren von Roth
bis 1815 Freiherr Nepomuk von Wyttenbach
1815–1889 und 1891–1914 Familie Kispert
1914–1931 Familie von Herman-Wain
1931 Freiherren von Malsen-Ponickau
1954 Hansmartin Schott



Literatur und Quellen

  Bosl, Dr. Karl (Hrsg.): Bayern. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 7, 3.00. Aufl., Stuttgart 1981
  Habel, Heinrich: Bayerische Kunstdenkmale - Stadt und Landkreis Neu-Ulm, München 1966





Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

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Schloss Steinheim Neu-Ulm-Steinheim 4,72 km -
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Kommentare

  1. Image
    Richardt Thomas2024-03-23 14:18:58

    1953 erwarb mein Stiefvater Pfarrer Hans Martin Schott das Schloss Reutti mit vielen Nebengebäuden. Er gründete die Evangelische Heimschule Reutti, neben Schülern aus wohlhabenden Familien auch benachteiligte Schüler aus zerbrochen Elternhäuser aufnahm. Im Schloss befanden sich ausschliesslich die Unterrichtsräume der Realschule und das Sekretariat. Die Turmwohnung war bewohnt durch den Kirchenmusikdirektor des Ulmer Münsters Herrn Haller vermietet. In den Nebengebäuden befanden sich Internatsküche, Wohnräume der Schüler ubd Werjstätten der Schlosserei, der Schreinerei und Gärtnerei. Neben der Realschulreife konnte mit einem Jahr Verlängerung die Gesellenprüfung für Schreiner, Schlosser oder Gärtner abgelegt werden. Mein Stiefvater stellte aufgrund einer persönlichen Lebenskrise sein persönliches und finanzielles Engagement ein. Die Schule wurde noch 2 Jahre von den Lehrkräften weitergeführt und musste dann Insolvenz 1973 anmelden. Mein Stiefvater verkaufte Schloss Reutti ohne Nebengebäuden an an einen italienschen Architekten, der 4 grosszügige Eigentumswohnungen im Schloss plante. Die Renovierung mit ausgedehnten Bautendchutzmassnahmen erwies sich sehr kostspielig, sodass er Insolvenz anmelden musste. Mein Stiefvater wurde später Gefängnisseelsorger des Ulmer Gefängnises.

  2. Image
    Eckard Wiendl2026-05-11 08:53:46

    Ich kenne Hans Martin Schott aus den Gründungstagen der Grünen. Er engageirte sie für die von Herbert Gruhl gegründete GAZ. Im Garten des Schlosses entstand im Glashaus im Jahre 1978 das erste Plakat für die Wählergruppierung "DIE GRÜNEN" zur Landtagswahl und wurde in ganz Bayern plakatiert. Nicht nur einmal war ich zum Essen der Familie Schott zuhause eingeladen. Mit Hilfe von Hans-Martin Schott wurde der erste Kreisverband der Grünen "Ulm/Neu-Ulm" mit Alb-Donau-Kreis im Bahnhofshotel in Ulm 1979 gegründet. Später zog er nach Freiburg wo ich leider seine Spur verlor.