Land: | Deutschland |
Bundesland: | Niedersachsen |
Landkreis: | Peine |
Ort: | 31224 Peine |
Adresse: | Am Amthof |
Lage: | im Burgpark in der Stadtmitte |
Geographische Lage: | 52.323734°, 10.223245° |
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Beschreibung im Denkmalatlas Niedersachsen
Im westlichen Teil der Stadt Peine liegt die die südwestliche Bastion der Peiner Burg/Festung. Die Gesamtausdehnung der erhaltenen Bastion beträgt etwa 70 x 80 m. Heute sind ein Erdwall und Reste des Mauerwerkes obertägig sichtbar. Es handelt sich um den letzten obertägig erhaltenen Teil der Burg und Befestigung Peine.
Im Jahr 1134 - nach einer Abschrift aus dem 16. Jh. bereits 1130 - wird mit Berthold erstmals ein Angehöriger des Geschlechts von Peine ("de Painas", "de Pain") erwähnt. Berthold war ein Ministerial Kaiser Lothars von Süpplingenburg, was als Hinweis auf eine damalige Existenz der Peiner Burg gewertet werden kann, verstärkt noch durch die Nennung seines Sohnes Ludolfs als Graf von Peine. Im 12. Jh., besonders zur Zeit Heinrichs des Löwen, gelangte die Peiner Burg zu größerer Bedeutung. Um 1193 wurde die Burg von Heinrich zerstört, aber im gleichen Jahr von Ludolf II. wiederaufgebaut. Nach dem Tode Ludolfs II. kamen Burg und Grafschaft um 1200 an Gunzelin von Wolfenbüttel, Reichstruchsess König Ottos IV., der sie vermutlich umfangreich ausbauen ließ. Nachdem die Herren von Wolfenbüttel ihr Lehen verloren hatten, gelangten Burg und Grafschaft Peine 1260 an das Stift Hildesheim und waren seitdem ein wichtiger Hildesheimischer Machtstützpunkt am Nordrand des Territoriums. Die Burg widerstand mehreren Belagerungen durch die Welfen, insbesondere gegen Ende des Mittelalters in der Hildesheimer Stiftsfehde (1519-23). Die stark beschädigte Anlage wurde nach der Fehde in reduzierter Form wiederaufgebaut. Ab 1659 erfolgte die Umgestaltung zu einer hildesheimischen Schlossfestung mit vier Eckbastionen und breiteren Gräben. Das Schloss wurde, beginnend im 18. Jh. und insbesondere nachdem Peine 1803 preußisch geworden war, bis 1816 vollständig abgerissen. Es folgte im 19. Jh. die Abtragung der Bastionen und Verfüllung der Schlossgräben bis auf die südwestliche, die als Gartenanlage ("Amtmann- Ziegler Garten") erhalten blieb. 1998/99 erfolgte die Freilegun
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Externer Link zum Eintrag im Denkmalatlas
Park
Burgpark Mai 2000 als 6.000 qm große Parkanlage/Grünanlage öffentlich zugänglich gemacht |
Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Herren von Peine | als Erbauer |
---|---|
Gunzelin von Wolfenbüttel | nach 1200 |
Hochstift Hildesheim | 1260 |
Stadt Peine |
10.Jh. | für die Herren von Peine errichtet |
---|---|
1130 | („Berotoldus de Pagin“) |
1192/93 | zerstört |
1194 | Wiederaufbau |
nach 1200 | verstärkt |
1519 | durch ein Braunschweiger Heer vergeblich belagert |
1521/22 | bei mehrmonatigen Belagerungen beschädigt |
ab 1659 | Ausbau zur Festung |
1711 | durch Truppen unter dem Kurhannoverschen Obristleutnant Erich Philipp von Schwan eingenommen |
im 18. Jh. | verfallen |
1803–1816 | abgebrochen |
1998–2000 | Durchführung von Ausgrabungs- und Restaurierungsarbeiten, Umgestaltung zur Parkanlage |
Utecht, Michael, Peine Marketing GmbH (Hrsg.): Peine - Der Burgpark, (o.O.) 2004 |
Utecht, Michael, Peine Marketing GmbH (Hrsg.): Peine - Die Geschichte des Burgparks, (o.O.) 2004 |