Schellenberg

Schloss


© Albert Speelman, Utrecht

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Nordrhein-Westfalen
Bezirk:Düsseldorf
StadtEssen
Region:Ruhrgebiet
Ort45134 Essen-Rellinghausen
Adresse:Schellenbergstraße
Lage:ca. 700 m sö Rellinghausen auf einem Bergrücken
Geographische Lage:51.421831°, 7.050494°
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Beschreibung

Zweiteilige Anlage mit Haupt- und Vorburg, mehrteiliges Herrenhaus, mehrere Wirtschaftsgebäude

Erstmals 1313 urkundlich erwähnt als „Haus auf ' m Berge“ wurde die Burg vom Grafen von Mülheim-Ruhr-Broich erbaut. Der älteste Teil ist der Bergfried mit dem angebauten Steinhaus und der Kapelle. Im 17 Jh. wurde die Anlage erweitert. Die ursprüngliche Wasserburg wurde 1820 zum Schloss Schellenberg erweitert. Die Anlage steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt eine höhere Polizeischule.

Herkunft des Namens

Die Familie von Vittinghoff wird erstmals urkundlich mit Heinrich de Vitinghofen im Jahr 1230 erwähnt. Den Beinamen Schell erhält das Geschlecht angeblich 1307 durch den schielenden Ahnherren Arnold von Vittinghoff „der Scheele". Mit dem Haus „auf`m Berge", woraus sich „Scheele uf`m Berge", d.h. Schellenberg ergibt.

Kapelle

zweigeschossige Kapelle aus Bruchstein an der Westseite des Steinhauses, errichtet im 14.Jh.

Wappen

Wappen 1: An der nordöstlichen Außenfassade des Wohnturms befindet sich ein Allianzwappen der Familien von Vittinghoff und von Ossenbroek.

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Familie Broich von Mühlheim
Familie von Horst
Familie von Kückelsheim1313
Johann von Vittinghoff, gen. Schell1452 Kauf für 1.100 Rheinische Gulden
Familie von Vittinghoff–Schell
Freifrau Spieß zu Büllesheim
Antoinette Freifrau von Elverfeldt–Ulm

Historie

12./13.Jh.erbaut
1313 („Haus auf ' m Berge“)
1660–1672Umbau zum barocken Landschloss, Errichtung des Galeriebaus als Renteigebäude
1694Durchführung von Aus-/Umbauten
1820Bau eines dreigeschossigen Herrenhauses auf der Südseite der Anlage
1875Bau des Torhauses der Vorburg
1879Abbruch älterer Gebäudeteile
1893Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus
1920–1967Nutzung als Kinder- und Mütterheim
1979–1986restauriert, Nutzung als Seminar- und Schulungsort der Höheren Landespolizei

Quellen und Literatur

  • Bieker, Josef (1991). Schlösser im Grünen, 1. Aufl., (.o.O.)
  • Bürgerschaft Rellinghausen-Stadtwald (Hrsg.) (o.J.). Schloss Schellenberg und die Freiherren von Vittinghoff-Schell ..., Rellinghausen
  • Walter, Annette, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.) (1996). Schloss Schellenberg in Essen-Rellinghausen. Rheinische Kunststätten 422, 1. Aufl., Neuss


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Nutzung
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Externe Links
 Schloss Schellenberg