Rumburg

Burgruine


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Oberbayern
LandkreisEichstätt
Region:Altmühltal
Ort85125 Kinding-Enkering
Adresse:Rumburgstraße
Lage:nw von Enkering auf einer steilen Bergzunge
Geographische Lage:48.99484°, 11.357229°
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Beschreibung

Mantelmauerburg in Spornlage mit verstärkter, bis 17 m hoher Schildmauer (direkt vor der Mauer schmaler Zwinger) über dem Halsgraben, ohne Bergfried. Auf die Mauerecken links und rechts über dem Halsgraben waren wohl zusätzlich kleinere Türme aufgesetzt, von denen nur noch Ansätze erkennbar sind. Die ursprünglich rundum sehr hohe Mantelmauer um die Kernburg ist auf der Nordost- und Südostseite teilweise bis auf Bodenniveau abgestürzt, ansonsten aber noch in imposanter Höhe erhalten, einschließlich etlicher Fensternischen. #V#on Innenmauern des Palas (Nordostteil der Kernburg) und sonstigen Gebäuden sind nur minimale Reste erhalten. Das erhaltene (allerdings veränderte) Tor in der Südecke war der Hauptzugang, von der davor gelegenen Vorburg (Vorwerk) sind nur einige Wallreste erkennbar. An den sehr tief und breit ausgehauenen Halsgraben schließt sich südwestlich eine Vorburg an, von der nur der äußere Wallgraben gegen die angrenzende Hochfläche erhalten ist.

Herkunft des Namens

Der Name „Rumburg“ kann über das mittelhochdeutschen Wort „rone“ (= Bezeichnung für umgestürzte Bäume, Windwurfholz) hergeleitet werden.

Kapelle

Patrozinium:St. Georg
Die Kapelle befand sich neben dem Haupttor.

Reliefansicht im BayernAtlas

Maße

Höhe der Schildmauer bis zu 17 m

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Herren von Absbergals Erbauer
Herren von Absbergbis 1546
Hochstift Eichstätt1546 Kauf

Historie

Mitte 14.Jh. für die Herren von Absberg errichtet
1361erwähnt
15. Jh.Blütezeit der Burg und der Absberger Herrschaft
Anfang 16. Jh.Übergang der Absberger Burgherren zu Raubrittertum wegen Verarmung
1521Besetzung der Rumburg durch Schwäbischen Bund wegen Absberger Überfall auf den Grafen von Oettingen
1523Burg unter Zwangsverwaltung des Bundes
1528Rehabilitierung des zuvor geächteten Erasmus von Absberg und Rückgabe der Burg
1540ein durch einen Jäger ausgelöstes Feuer zerstört die gesamte Kernburg außer den Mauern, Erasmus von Absberg stirbt im gleichen Jahr ohne männlichen Nachfolger
1546Verkauf der Burg wegen hoher Schulden der Absberger an das Hochstift Eichstätt, ein Wiederaufbau unterbleibt
1937/38Durchführung erster Sicherungsarbeiten
1964Durchführung weiterer Sicherungsarbeiten
2003Einsturz kleinerer Mauerteile, Sperrung und teilweise Sanierung im gleichen Jahr
2014weitgehende Sanierung des Mauerwerkes, Beseitigung des Wildwuchses

Ansichten




Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris

Quellen und Literatur

  • Meyer, Werner (1986). Burgen in Oberbayern, 1. Aufl., Frankfurt/Main
  • Schinagl, Sebastian / Krzystek,  Peter / Kerscher,  Hermann, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) (2010). Terrestrisches Laserscanning und Bestandsaufnahme der Ruine Rumburg, in: Denkmalpflege Informationen Nr. 146 Juli 2010, S. 30ff, 1. Aufl., München


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NameOrtArtEntfernung(km)Bild
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