Nutzung
  • Privatbesitz
  • Zugang zur Kapelle nur mit Zustimmung des Hauseigners durch den Privatgarten möglich

Göttersdorf

Lage

Bundesland
Bayern
Landkreis
Ort
94486 Osterhofen-Göttersdorf
Adresse
Schloßbergstraße 18
Lage
ca. 550 m südöstlich der Ortskirche über dem Ostufer der Vils
Koordinaten
48.62352°, 12.96028°

Beschreibung

Möglicherweise römischer Wachtposten und frühmittelalterliche Anlage als Vorgänger. Ca. 7 m hoher Turmhügel (heute teils Garten, teils Privatgebäude) mit der romanischen St. Georg Schlosskapelle im Untergeschoss eines im 19. Jh. nach Abriss des Schlosses darüber errichteten Wohngebäudes. Der Kapellenfußboden liegt heute 3 m unter dem Oberflächenniveau des Hügels. Dies, zusammen mit weiteren baulichen Anzeichen, deutet darauf hin, daß die Kapelle bereits zu einem Vorgängerbau des späteren Schlosses gehörte und der heutige Hügel erst später für den Schlossbau auf das heutige Niveau erhöht wurde. #D#en ursprünglichen Hauptschutz der Anlage bildete wohl ein auf Karten des 19. Jh. noch eingezeichneter, direkt mit der Vils verbundener Wassergraben, der heute komplett verfüllt ist. Schwache Geländespuren früherer baulicher Anlagen auf dem Turmhügelareal.
Erhalten: Turmhügel, Schlosskapelle


Reliefansicht im BayernAtlas

Kapelle

Patrozinium:St. Georg
Beschreibung:romanische Schlosskapelle St. Georg


Historie

1096 (Gottfried Gotinesdorf, adliger Dienstmann des Grafen von Barnbach)
ab 11. Jh? kleine Burganlage der Herren von Gotinsdorf auf niedrigem Turmhügel mit umlaufendem Wasse
ab 1681unter den Göttersdorfer Fuggern starkerUm- und Ausbau als Schloss; gesellschaftliche Glanzzeit des Herrensitzes
Anfang 19. Jh.wirtschaftlicher Niedergang
1834nach Kauf durch den bayrischen Staat Zerschlagung; Verkauf aller verwertbaren Teile und Materialien; Abriss mit Ausnahme des Kapellenbaus; der dann als Untergeschoss für ein im 19. Jh. entstandenes Wohnhaus dient

Besitzer

um 1300 ausgestorben Herren von Gotinsdorf
um 1300 Erhalt des Lehens Grafen von Hals.
um 1379 nach dem Aussterben der Grafen von Hals Landgrafen von Leuchtenberg
Familie von Ahaim
Familie von Frauenheim
Herren von Leuchtenberg
1493 Verkauf von den Frauenbergern an die Leibelfinger
1547 Kauf Wolf Franz von Busch
1681 Verkauf an Grafen von Fugger
1827 Erwerb durch die bayrische Churfürstenwitwe Marie Leopoldine von Österreich-Este
Kauf durch den bayrischen Staat
1834 anschließend Zerschlagung und Verkauf aller verwertbaren Teile an verschiedene Käufer



Literatur und Quellen

  Habel, Heinrich / Himen (Bearb.),  Helga, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Denkmäler in Bayern - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band II Niederbayern, München 1985
  Pätzold, Johannes, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, Kallmünz 1983, ISBN 3-7847-5090-7


Bilder




Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtDistanz (km)Bild
Burg Galgweis Osterhofen-Galgweis 2,97 km -
Wasserschloss Oberndorf Osterhofen-Oberndorf 3,57 km
Wallburg Rossbach Roßbach 3,75 km -
Keltenschanze Dornach Eichendorf-Dornach 4,07 km -
Keltenschanze Pörndorf Aldersbach-Pörndorf 4,16 km -
Wallburg Rossbach Roßbach 4,27 km -
Wallburg Aurolfing Künzing-Langenamming 4,42 km
Wallburg Burg Eichendorf-Burg 4,56 km -