Göttersdorf

Schlossrest


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Niederbayern
LandkreisDeggendorf
Ort94486 Osterhofen-Göttersdorf
Adresse:Schloßbergstraße 18
Lage:ca. 550 m südöstlich der Ortskirche über dem Ostufer der Vils
Geographische Lage:48.623517°, 12.960284°
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Beschreibung

Möglicherweise römischer Wachtposten und frühmittelalterliche Anlage als Vorgänger. Ca. 7 m hoher Turmhügel (heute teils Garten, teils Privatgebäude) mit der romanischen St. Georg Schlosskapelle im Untergeschoss eines im 19. Jh. nach Abriss des Schlosses darüber errichteten Wohngebäudes. Der Kapellenfußboden liegt heute 3 m unter dem Oberflächenniveau des Hügels. Dies, zusammen mit weiteren baulichen Anzeichen, deutet darauf hin, daß die Kapelle bereits zu einem Vorgängerbau des späteren Schlosses gehörte und der heutige Hügel erst später für den Schlossbau auf das heutige Niveau erhöht wurde. #D#en ursprünglichen Hauptschutz der Anlage bildete wohl ein auf Karten des 19. Jh. noch eingezeichneter, direkt mit der Vils verbundener Wassergraben, der heute komplett verfüllt ist. Schwache Geländespuren früherer baulicher Anlagen auf dem Turmhügelareal.

Kapelle

Patrozinium:St. Georg
romanische Schlosskapelle St. Georg

Reliefansicht im BayernAtlas

Historische Ansichten



Kupferstich von Michael Wening

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Herren von Gotinsdorfum 1300 ausgestorben
Übergang des Lehens an die Grafen von Halsum 1300
Aussterben der Grafen von Hals, Übergang auf die Landgrafen von Leuchtenbergum 1379
Ahaimer
Frauenheimer
Leuchtenberger
Verkauf von den Frauenbergern an die Leibelfinger1493
Verkauf an Wolf Franz von Busch1547
Verkauf an Grafen von Fugger1681
Erwerb durch die bayrische Churfürstenwitwe Marie Leopoldine von Österreich–Este1827
Kauf durch den bayrischen Staat, anschließend Zerschlagung und Verkauf aller verwertbaren Teile an verschiedene Käufer1834

Historie

1096 (Gottfried Gotinesdorf, adliger Dienstmann des Grafen von Barnbach)
ab 11. Jh?kleine Burganlage der Herren von Gotinsdorf auf niedrigem Turmhügel mit umlaufendem Wassergraben, der mit der Vils verbunden war. Vermutlich schrittweise Erweiterung
ab 1681unter den Göttersdorfer Fuggern starkerUm- und Ausbau als Schloss, gesellschaftliche Glanzzeit des Herrensitzes
Anfang 19. Jh.wirtschaftlicher Niedergang
1834nach Kauf durch den bayrischen Staat Zerschlagung, Verkauf aller verwertbaren Teile und Materialien, Abriss mit Ausnahme des Kapellenbaus, der dann als Untergeschoss für ein im 19. Jh. entstandenes Wohnhaus dient

Ansichten




Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris

Quellen und Literatur

  • Habel, Heinrich / Himen (Bearb.),  Helga, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1985). Denkmäler in Bayern - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band II Niederbayern, 1. Aufl., München
  • Pätzold, Johannes, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1983). Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, 1. Aufl., Kallmünz


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NameOrtArtEntfernung(km)Bild
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Langenamming
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BurgEichendorf-BurgWallburg4.56

Nutzung
 Privatbesitz

Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und eventuelle Verbotsschilder.
Zugang zur Kapelle nur mit Zustimmung des Hauseigners durch den Privatgarten möglich
Letzte Änderung
Jun
19
2016