Nutzung
  • frei zugängliche Ruine
  • Burgschänke
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Gleiberg

Lage
Bundesland
Hessen
Landkreis
Ort
35435 Wettenberg-Gleiberg
Adresse
Burgstraße
Lage
ca. 1.400 m nordöstlich Vetzberg auf einem 308 m hohen Basaltkegel
Koordinaten
50.61500°, 8.63472°
Beschreibung

Gipfelburg mit rundem Bergfried, vorgelegte, gerundete Mantelmauer, Fundamente eines älteren quadratischen Wohnturms, Ruine des Merenbergerbaus, Zwinger mit Mauertürmen, Unterburg mit altem, nö Burgzugang, Nassauerbau und Albertusbau

Erhalten: Bergfried, Burgkapelle, Reste des Palas, Unterburg

An der höchsten Stelle der Gipfelburg befindet sich innerhalb der Oberburg der runde Bergfried mit vorgelagerter, gerundeter Mantelmauer. Westlich davon liegen die Fundamente eines älteren quadratischen Bergfrieds mit einer Seitenlänge von ca. 12 m und die Reste des Merenberger Baus. Sichtbar sind auch noch größere Teile des Zwingers mit Mauertürmen und die Umfassungsmauer der Unterburg. Dort befinden sich auch die erneuerten Gebäude des Nassauer- und Albertusbaus.
Maße
Wohnturm 12 x 12 m, Mauerstärke ca. 3,3 m
Bergfried
Zustand
erhalten
Zugänglich
ja
Form
rund
Höhe
30,00 m
Außendurchmesser
12,00 m
Höhe des Eingangs
15
Bergfried
Kapelle
Beschreibung
Reste der spätstaufischen Burgkapelle, um 1230

Historie

Anfang 10.Jh?
für die Grafen von Gleiberg errichtet
1131
(Graf Wilhelm von Gleiberg)
1103
aus unbekannten Gründen wird die Burg durch Kaiser Heinrich V. zerstört
12./13.Jh.
Ausbau der Burganlage; Errichtung des Merenberger Baus
2. Hälfte 16.Jh.
Neubau der Unterburg
1578–1581
Errichtung von Albertusbau und Nassauerbau; vermutlich unter Graf Albrecht von Nassau-Weilburg
Mitte 17.Jh.
Wiederaufbau
1646
Zerstörung der Oberburg im Lauf des sogenannten Hessenkriegs durch niederhessische Truppen unter General Geiso; anschließend teilweiser Abbruch der Anlagen zur Materialgewinnung
nach 1734
Verfall von Nassauer- und Albertusbau
nach 1879
Restaurierung der Unterburg (Mitwirkung von H. von Ritgen); die Burg wird Sitz des Gleiberg-Vereins
nach 1933
Ausbau des Albertusbaus als Jugendschulungslager
nach 1950
weitere Erhaltungsmaßnahmen
1983/95
Sanierung der Oberburg

Besitzer

ErbauerGrafen von Gleiberg
2. Hälfte 13. Jh. als Erbe Hartrad II. von Merenberg
1328/33 durch Heirat-1816 Grafen von Nassau-Weilburg
1816 Preußen
1879 Gleiberg-Verein



Literatur und Quellen

  Knappe, Rudolf: Mittelalterliche Burgen in Hessen, 2.00. Aufl., Gudensberg-Gleichen 1995, ISBN 978-3-86134-228-1
  Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Kulturdenkmäler in Hessen - Landkreis Gießen II, Wiesbaden 2010
  Weigel, Sven: Burgen und Schlösser im Kreis Gießen, (o.O.) 2000
  Gleiberg
  Unterburg am Gleiberg von 1578 bis 1581 erbaut, in: Gießener Anzeiger, 26.April 2011, (o.O.) 2011


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