Schöllnstein

Schellenstein

Burgruine


Copyright © Andreas Umbreit Terrapolaris

Lage

Land:Deutschland
Bundesland:Bayern
Bezirk:Niederbayern
LandkreisDeggendorf
Ort94547 Iggensbach-Schöllnstein
Lage:auf einem aus der Mitte des Bergs auslaufenden zungenförmigen Vorsprung über dem Ort
Geographische Lage:48.701643°, 13.165205°
Google Maps OpenStreetMap OpenTopoMap

Beschreibung

Ehemalige Höhenburg, auf der Nordseite durch tiefen Halsgraben vom dahinterliegenden Höhenrücken getrennt. Ursprünglich soll die Burg, geteilt in Oberburg (Oberschöllnstein) und Unterburg (Niederschöllnstein), zwei Türme, 15 Zimmer, drei Keller und einen großen Pferdestall gehabt haben. Der auffällige hohe Teil der Umfassungs- und Stützmauer nach Süden über dem Ort wurde restauriert, darüber im unteren Burgbereich Freifläche mit Einblick in eingestürzte Gewölbe im sich darüber erhebenden Hang des oberen Burgbereiches. Dessen nach dem Abriss verbliebene geringe Teile mit geringem Mauerwerk sind stark verstürzt und von Unterholz überwuchert.

Noch 1850 waren von der Burg hochaufragende Mauerreste erhalten. Heute haben sich von der Burganlage nur die Grundmauern des Neuen Stockes (Niederschöllnstein) erhalten.

Kapelle

Patrozinium:St. Georg
ehemalige Kapelle St. Georg links von der Einfahrt

Reliefansicht im BayernAtlas

Besitzer

(Ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Gebrüder Otto; Seifried und Hartlieb Puchberger zu Engelsbergals Erbauer
Herren von Pucbberg
Gebrüder Spritzensteinbis 1550
mehrfache Besitzerwechselnach 1550
Graf Fugger19. Jh.

Historie

um 1356/58erbaut
1485Teilung in Nieder– und Oberschöllnstein, teilweiser beginnender Verfall im unteren Teil (Wartturm, Burgkapelle St. Georg)
Anfang 18. Jh.Erstürmung der Burg im Bauernaufstand
1743im Österreichischen Erbfolgekrieg von den Österreichern erobert und teilweise zerstört
1768großenteils abgebrochen
1850Besitzer Graf Raimund Fugger verfügt wegen Gefährdung unterhalb liegender Häuser den weitgehenden Abriss mit Ausnahme der Umfassungsmauer

Ansichten




Copyright alle Bilder © Andreas Umbreit Terrapolaris

Quellen und Literatur

  • Habel, Heinrich / Himen (Bearb.),  Helga, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1985). Denkmäler in Bayern - Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler: Band II Niederbayern, 1. Aufl., München
  • Pätzold, Johannes, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1983). Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler Niederbayerns, 1. Aufl., Kallmünz
  • Westerholz, S. Michael, Landkreis Deggendorf (Hrsg.) (1978). Und brecht ihre starken Mauern - Burgen und Schlösser im Landkreis Deggendorf, 1. Aufl., (.o.O.)


Eintrag kommentieren


Objekte im Umkreis von 5 Kilometern

NameOrtArtEntfernung(km)Bild
NameOrtArtEntfernung(km)Bild
GrubdorfHofkirchen-GrubdorfSchlossrest1.76
Engelsberg 
Engelsburg
Engelsberg
Winzer-DoblBurgrest3.71
Hilgartsberg 
Hiltgartsberg
Hofkirchen-HilgartsbergBurgruine4.57
FlintsbachWinzer-Flintsbachverschwundene Burg4.60
FlintsbachWinzer-FlintsbachSchloss4.76

Nutzung
frei zugängliche Ruine (bis auf kleinere Bereiche die heute mit Häusern bebaute Privatgrundstücke sind)
Letzte Änderung
Aug
23
2016